Der neue Dorfsheriff tritt Dienst an
Bild: Steinecke
Neuer Dienstsitz Verl: (v. l.) Polizeidirektor Karsten Fehring, der neue Dorfsheriff Thorsten Heinrich sowie Ulrich Otte. Thorsten Heinrich ist der Nachfolger von Hans-Georg Ameling.
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Bezirksbeamter nennt sich diese Position im Behördendeutsch. Pünktlich um 7 Uhr tritt der gebürtig aus Rheda stammende und dort auch wohnende Thorsten Heinrich in seiner neuen Dienststelle an. Begrüßt wird er von seinem Kollegen Ulrich Otte. Der zeigt ihm auch gleich die Besonderheiten seiner neuen Wirkungsstätte. „Das System zum Anzeigenaufnehmen ist ein anderes, aber da arbeite ich mich schon ein“, sagt Thorsten Heinrich.

Und auch die Verler wird er so nach und nach kennenlernen. Seine Ausbildung hat Thorsten Heinrich an der Polizeischule in Stukenbrock absolviert. Anschließend war er ein Jahr lang Bereitschaftsbeamter in Sellenberg. Von dort aus wechselte er für drei Jahre nach Köln. Reichlich Arbeit gab es dort während des Diensts. Die acht Stunden seien noch nie so schnell vergangen wie dort, erzählt Verls neuer Polizist. „Eine super Zeit“, sagt Thorsten Heinrich rückblickend. Besonders das Großstadtflair und die fröhliche rheinische Mentalität hatten ihm gefallen. Von Köln ging es zurück in die Heimat.

1989 nahm er in Gütersloh den Streifendienst auf. Im Dezember 1995 wechselte er schließlich in die Einsatzleitstelle, wo er am Samstagmorgen seine letzte Schicht verübte. „Irgendwann habe ich mir gesagt: Du musst noch mal etwas anderes machen“, betont Thorsten Heinrich. Also bewarb er sich auf die Stelle eines Bezirksbeamten. In Kattenstroth und für die Ölbachstadt wurden Beamte gesucht. Insgesamt sieben Bewerber gab es. Und Thorsten Heinrich brachte für Verl die besten Voraussetzungen mit. Aus seine neue Aufgabe hat er sich gut vorbereitet.

„Ich habe in Kattenstroth hospitiert“, erzählt Heinrich. Gelegenheit, die Bandbreite von einem Vortrag in einem Seniorenheim bis hin zur Gefahrenabwehrberatung bei Einbrüchen. Und die vergangene Woche nutzte er, um sich in Verl einen Überblick zu verschaffen. Thorsten Heinrich freut sich auch auf seinen neuen Aufgabenbereich, da er am Ölbach auch als szenekundiger Beamter bei Fußball-Regionalligaspielen arbeiten kann. Ein guter Draht zum Sportclub Verl ist dabei wichtig, um bei den Heimspielen besonders ein Auge auf die auswärtigen Fans zu haben.

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