Die Cabrio-Lösung ist vom Tisch
Bild: Ackfeld
Noch ist nicht entschieden, ob und wann die Bauarbeiter am Meierhof anrücken, um dort ein Hallenbad zu errichten. Entsprechend müssen die Schwimmer weiter auf die Nachbarkommunen ausweichen. Auch weil die Kleinschwimmhalle weiter geschlossen ist.
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Gutachter Professor Jürgen Franke von der Hochschule in Osnabrück nannte im Betriebsausschuss in diesem Zusammenhang drei Optionen, von denen die Politik eine gleich wieder verworfen hat. Ein reines Bad für Sportschwimmer, Vereine und Schulen wird es nicht geben. Das wäre die sogenannte Minimallösung gewesen. „Diese Option würde den Ansprüchen der Bevölkerung nicht gerecht“, sagte Bürgermeister Paul Hermreck (CDU).

Stattdessen werden nun zwei Optionen weiterverfolgt. Einmal werden die Kosten für den Bau eines Sport- und Aktivbads ermittelt. Und dann wird sich der Gutachter noch einmal näher mit einer Erweiterung um den Aspekt Gesundheit beschäftigen. Bis Ende Januar will er Zahlen nennen: was der Bau in etwa kostet, mit welchen Einnahmen bei welcher Variante zu rechnen ist und was die Stadt jährlich zuschießen müsste. Denn so viel ist klar: Allein tragen wird sich keine der Varianten.

Konkret macht sich Franke mit seinem Team nun an die Feinarbeit. Franke wird die zwei Optionen aufteilen und nach dem Baukastenprinzip einzelne Faktoren ergänzen. Fest steht, dass ein 25 Meter langes Schwimmerbecken gebaut wird, sollte die Politik Ja zu einem Hallenbad sagen. Fünf Bahnen sollen es sein, um die parallele Nutzung von Schulen, Vereinen und Freizeitschwimmern möglich zu machen. Ebenfalls geplant ist ein separates Kinder- und Kursusbecken sowie der Bau eines Planschbeckens.

Sollten Politik und Verwaltung am Ende den Aspekt Gesundheit hinzunehmen, ist der Bau eines Solebeckens im Außenbereich denkbar. Auch zusätzliche Räume etwa für eine Massagepraxis sind eine Möglichkeit. Auch geht es um die Frage, ob es Personal an den Kassen geben soll. Auch ein Bistro ist möglich. Geprüft werden soll nun, welche Ausstattungsmerkmale welche Kosten verursachen. Berechnet wird auch, was der Einbau einer Rutsche kostet und welche Folgen das für die Geräuschkulisse im Bad hat. Auch eine Textilsauna soll geprüft werden. Ende Januar will Franke damit fertig sein. Erst dann muss die Politik endgültig Farbe bekennen, ob sie eine Schwimmhalle neben dem Freibad bauen will.

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