Diskussion über Verbrennungsanlage
Bild: dpa
Aus Klärschlamm soll das Phosphor gewonnen werden. Und zwar in einer Verbrennungsanlage, die irgendwo in Ostwestfalen-Lippe gebaut werden soll.
Bild: dpa

 Das Produkt fällt in den beiden Verler Klärwerken an. Und es wird immer mehr zu einem Problem. Denn durch eine veränderte Düngeverordnung ist es schwierig geworden, den Schlamm auf Äckern zu verteilen. Zudem war es in Verl zuletzt politisch auch nicht mehr gewollt. Hinzu kommt eine geänderte Abfallklärschlammverordnung. Sie schreibt eine Rückgewinnung von Phosphor aus dem Klärschlamm für die Zukunft vor. Die Fristen sind lang, gehandelt werden soll aber dennoch zügig.

Die Stadt kooperiert dabei mit vielen anderen Kommunen in Ostwestfalen-Lippe. Die Lösung soll eine Verbrennungsanlage sein, in der der Klärschlamm aus den Kommunen verwertet wird. Mit rund 65 Millionen Euro wird der Bau veranschlagt. Aber: In keiner der beteiligten Kommunen steht ein passendes Grundstück mit 10.000 Quadratmetern Größe zur Verfügung.

Stattdessen soll nun in einer europaweiten Ausschreibung ein strategischer Partner aus der freien Wirtschaft gesucht werden, mit dem die Kommunen zusammen ein Unternehmen gründen, das dann die Verbrennungsanlage baut und betreibt. Geschehen soll das dann auf einem Grundstück, dass der Partner zur Verfügung stellt. Geht alles glatt, soll ab 2024 der Betrieb laufen. Ob Verl mit dabei ist, müssen nun die Kommunalpolitiker entscheiden. Am heutigen Dienstag wird das Vorhaben zunächst vorgestellt.

SOCIAL BOOKMARKS