Dresselhaus soll Erbe von Lakämper antreten
Bild: Munkelt
Zwei Namensvettern im Dienst der Stadt: Josef Dresselhaus (l.) kandidiert im Rat als Nachfolger von Josef Lakämper, der Ende September das Ehrenamt als stellvertretender Bürgermeister abgibt.
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Das hat der Fraktionsvorstand gegenüber der Presse bekanntgegeben. Gewählt wird der repräsentative erste Stellvertreter von Paul Hermreck (CDU) in einer Ratssitzung im Herbst. Da die CDU die Mehrheit im Rat hat und die Fraktion auf den Vorschlag ihres Vorstands Josef Dresselhaus „einstimmig nominiert“ habe, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gertrud Buschmann sagte, dürfte die Wahl eine Formsache sein.

„Wir sind sehr dankbar, dass Josef Dresselhaus sich für die Kandidatur zur Verfügung stellt“, betonte Buschmann. Der 60-Jährige hat seit zehn Jahren den Fraktionsvorsitz inne und wird diesen Posten voraussichtlich abgeben. Zu einem möglichen Nachfolger oder einer Nachfolgerin wollte der Vorstand nichts sagen. Das werde sich im Herbst entscheiden.

„Besonnene Art“

„Ich freue mich, dass Josef Dresselhaus bereit ist, stellvertretender Bürgermeister zu werden“, sagte der scheidende Josef Lakämper. Das langjährige Ratsmitglied (seit 1994) sei eine „hervorragende Lösung für Partei, Rat und Stadt“. Die „besonnene Art“ seines Nachfolgers sei besonders zu erwähnen. „Ich hoffe, dass er es lange macht“, sagte Lakämper mit Blick darauf, dass im Mai 2014 die Kommunalwahlen anstehen und mit einem neuen Rat auch erneut ein Stellvertreter des Bürgermeisters zu wählen ist.

„Ohne langes Grübeln“ habe er sich zur Kandidatur entschieden, sagte Dresselhaus. „Was genau auf mich zukommt, weiß ich noch nicht.“ Der Landwirt bewirtschaftet einen Hof mit 140 Milchkühen. Dort lebt er mit Ehefrau Elisabeth (56). Das Paar hat die Söhne Sören (33) und Philip (32). Er freue sich „auf den Kontakt mit den Leuten, jenseits politischer Auseinandersetzungen“, blickte Dresselhaus nach vorn.

CDU sammelt Unterschriften gegen Stärkungspakt

Außer der Personalie hatte die CDU-Fraktion ein weiteres Thema auf der Agenda: den Stärkungspakt Stadtfinanzen, den die rot-grüne Landesregierung im November in ein Gesetz gießen will. Noch ist unklar, nach welchem Berechnungsmodus wirtschaftlich gesunde Städte ab 2014 einen jährlichen „Kommunal-Soli“ an arme Kommunen abgeben sollen – die Prognosen für Verl reichen von 7 Millionen Euro bis zu 12 Millionen und mehr. Die CDU will in Verl „gegen diese neue Steuer“ Unterschriften sammeln: auf Hausbesuchen, beim Verler Leben und auf dem Markt.

Wie Josef Lakämper auf fast 40 Jahre als stellvertretender Bürgermeister zurückblickt, lesen Sie in der Wochenendausgabe der Glocke!

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