E-Autos tanken an drei Stationen kostenlos
Bild: Steinecke
Die Kraft aus der Steckdose: An drei Stromsäulen können künftig in Verl Elektroautos geladen werden. Dennis Banze, Winfried Egbringhoff, Dr. Peter Westerbarkey, Michael Esken und Dr. Fabian Humpert (v.l.) weihten die Säule auf dem Delphos-Platz ein.
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Mit Westaflex erhielt ein regionaler Hersteller den Auftrag. Seit zehn Jahren fertigt das Gütersloher Unternehmen Ladesäulen. Nach eigenen Angaben hat es schon einige hundert in Deutschland aufgestellt. Zu den Kosten für die drei Verler Säulen wollte Bürgermeister Michael Esken auf Nachfrage nichts sagen. Westaflex-Geschäftsführer Dr. Peter Westerbarkey bedankt sich beim Verwaltungschef für den Auftrag. „Es war ja auch ein gutes Angebot“, entgegnete Esken.

Das Tanken an den Verler Stationen funktioniert ein Jahr lang kostenfrei. Voraussetzung: Der Fahrer eines E-Autos muss in Besitz eines sogenannten RFID-Chips vom Stadtwerk Verl sein. Diesen Chip erhält man für eine Gebühr von 9,90 Euro beim Stadtwerk an der Paderborner Straße 28. Und was machen Besitzer von Chips anderer Anbieter? Auch die können an den Verler Säulen Strom zapfen. Allerdings nicht kostenlos. „Mindestens fünf Euro pro Stunde“, rechnet Dennis Banze vom Stadtwerk.

Es besteht auch die Möglichkeit, ohne Chip per QR-Code zu laden. Ebenfalls für fünf Euro pro Stunde. Wie teuer es nach dem kostenfreien Jahr für die Stadtwerk-Chip-Besitzer wird, vermochte Banze noch nicht zu sagen. Das hänge auch davon ab, wie wartungsintensiv die Anlagen seien. Zwei Fahrzeuge können je Ladesäule mit Strom betankt werden. Dafür sind die Säulen mit dem Stecker Typ II ausgerüstet, der sich mittlerweile europaweit durchgesetzt hat. Entsprechende Kabel befinden sich in den Fahrzeugen. Vom Tesla bis zum Smart sollte also alles aufladbar sein.

Je Steckdose liefert die Stromsäule 22 Kilowatt. Daheim sind es zwischen 3 und 3,5 Kilowatt. Wie lange es dauert, bis ein Auto an der Säule voll geladen ist, hängt von der Kapazität der Batterie und vom Fahrzeugbauer ab. So begrenzen die Hersteller die Ladeleistung zum Schutz der Akkus. Ein Renault Zoe der Stadt ist laut Dennis Banze in vier Stunden komplett aufgeladen.

Vorbildlich findet Peter Westerbarkey die Beschilderung der Parkplätze an der Stromtankstelle. Gut sichtbare Schilder weisen auf den Verwendungszweck hin. „Sie glauben gar nicht, wie oft an den Ladesäulen die Autos mit Verbrennungsmotor parken“, erzählt der Geschäftsführer. Auch die Parkdauer ist auf vier Stunden begrenzt. Planen Privatleute oder Firmen, eigene Stationen zu installieren, können sie sich beim Stadtwerk informieren.

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