Ein Ständchen und Blumen an der Haustür
Bild: Steinecke
Nicht nur Blumen werden als Gruß überbracht, sondern auch ein Musikstück. Das Bild zeigt (v. l.) Katharina Fankidejski, Susanne Bories-Lütkepicht mit Hund Hanna und Kathrin Horstkötter.
Bild: Steinecke

Sie kooperiert mit Katharina Fankidejski und bietet eine den Einschränkungen konforme Dienstleistung an. Kathrin Horstkötter überbringt gesungene Botschaften, die mit einem Blumenstrauß garniert sind. „Das geschieht alles kontaktlos“, erzählt die Verlerin.

Die Idee sei ihr am 2. April gekommen. Da habe sie für eine Frau in Bielefeld gesungen. Während die 70-Jährige auf der Terrasse den Vortrag genossen habe, seien überall die Fenster aufgegangen und auch andere Menschen hätten zugehört. „Da habe ich gedacht, mit Blumen wäre ja auch ganz nett. Da haben die Leute dann auch etwas Bleibendes“, erzählt die Sängerin. Gedacht, getan.

Mit Katharina Fankidejski war auch schnell eine passende Partnerin gefunden. Wie Kathrin Horstkötter ist auch Katharina Fankidejski verstärkt im Hochzeitsgeschäft unterwegs. Als Floristin und Dekorateurin betreibt sie eine Werkstatt und stattet als Hochzeitsdienstleisterin diese Veranstaltungen aus. Doch Hochzeiten mit mehreren Personen in Kirche und Standesamt sind ebenso abgesagt wie die anschließenden Feiern.

„Es ist alles rigoros weggebrochen. Katharina und ich sitzen ja im gleichen Boot. Da habe ich sie einfach gefragt. Sie war meine erste Ansprechpartnerin“, sagt Kathrin Horstkötter. Katharina Fankidejski musste nicht lange überlegen und hat sofort zugesagt, das Lieblingslied für den Lieblingsmenschen mit einem Blumenstrauß oder Gesteck zu veredeln.

Und wie funktioniert das? „Ich brauche einen Komplizen“, erklärt Kathrin Horstkötter, die seit Ende 2011 hauptberuflich als Musikerin unterwegs ist. Dieser Komplize bestellt die Musik und gewährleistet, dass die beschenkte Person auch erreichbar ist. Zum vereinbarten Zeitpunkt wird dann das gesungene Telegramm überbracht. „Passende Gelegenheiten sind Geburtstage, Muttertag oder auch der Hochzeitsantrag“, sagt die Initiatorin.

Der Phantasie für einen Einsatz seien keine Grenzen gesetzt. Und auch nach der Corona-Pandemie soll die Aktion Bestand haben. Kathrin Horstkötter: „Das wird ein dauerhaftes Angebot werden. Die Idee ist zwar aus der Not heraus geboren, aber keine Notlösung. Ich habe das bisher auch angeboten, nur nicht so intensiv verfolgt“, sagt Kathrin Horstkötter.

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