Ein kleiner Surfurlaub für zwischendurch
Rasante Fahrt auf vier Rollen: Dominik Symann hat ein Skateboard entwickelt, das in Sachen Fahreigenschaften einem Surfbord ähnelt.

Gelungen ist Dominik Symann das mit einer besonderen Vorderachsenmechanik an seinem Surf-Skater. Bei einem normalen Skateboard ist die Achse starr, bei dem Symann-Brett ist sie drehbar ausgeführt und schmaler als die Hinterachse. Völlig neu erfunden hat er die Achse aber nicht. „Das gibt es in ähnlicher Form schon“, erzählt Dominik Symann. Es gibt allerdings zwei Besonderheiten an seiner Entwicklung: Die Achse besitzt mit einem Drehwinkel von jeweils 90 Grad nach rechts und links einen deutlich höheren Freiheitsgrad, als andere Exemplare. Und sie wird durch einen in der Federkraft einstellbaren Expandergurt wieder in die Geradeausstellung gebracht. Andere Achsen funktionieren mit einer direkt im Drehlager eingebauten Feder. Der Vorteil der Symann-Variante: Der Expandergurt sorgt für ein geschmeidigeres Fahrverhalten. „Es ist kein herkömmliches Skateboard mehr. Es fühlt sich beim Fahren ähnlich wie ein Surfboard an – nur eben auf dem Asphalt“, beschreibt Dominik Symann das Fahrverhalten seiner Entwicklung. Damit das auch bereits im Stand zu erkennen ist, hat er die Form des Decks einem Surfbrett nachempfunden. Beim Fahren wird sofort sichtbar, was Symann meint. Während mit normalen Skateboards nur weite Kurven gefahren werden können, besticht das Symann-Brett durch seine Wendigkeit. Enge Kehren sind kein Problem. Eine Fahrt auf dem Board ist quasi ein kleiner Surfurlaub für zwischendurch. In einer Wellenbewegung geht es vorwärts. Das erinnert ein bisschen an die Fortbewegung mit den Waveboards, die in der Mitte um die Längsachse drehbar sind und vorn und hinten eine Inlineskaterolle besitzen. „Das geht viel flüssiger als bei einem normalen Skateboard“, so Symann. Ein Vorteil ist auch, dass sich der Fahrer nicht mit dem Fuß abstoßen muss. Durch die Schlangenbewegung behält das Board seine Geschwindigkeit. Sogar Steigungen können so gemeistert werden. Wie gut das Surfen imitiert wird, zeigte sich in Symanns letztem Surf-Urlaub. „Mit dem Brett auf dem Wasser hat noch nie so gut geklappt“, sagt Symann, der vorher lediglich auf seinem Surf-Skate-Board geübt hatte.

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