Einem Drittel droht Nachzahlung
Bild: Ackfeld
Wer seine Restmülltonne zu oft an die Straße stellt, der muss mit einer Nachzahlung rechnen. Derzeit machen ein Drittel bis die Hälfte der Verler von der zusätzlichen Leerung Gebrauch.
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Optional kann aber auch weiter alle zwei Wochen der Müll an die Straße gestellt werden. Nun nimmt die Verwaltung auf Anfrage der „Glocke“ eine erste Schätzung vor. Demnach hatten ein Drittel bis die Hälfte der Verler auch bei den optionalen Leerungen die Tonne herausgestellt.

Die Stadt hat zwar noch keine konkreten Zahlen, aber ein ungefähres Bild anhand von Rückmeldungen. Die Folge könnten Mehrkosten im nächsten Jahr sein. Zwar ist der Preis, den die Verler zum Beispiel für eine 80-Liter-Tonne zahlen müssen von 143,36 Euro im Jahr 2013 auf 122 Euro im Jahr 2014 gesunken. Aber in den Gebühren sind nur noch 13 Leerungen enthalten – und nicht wie in den Jahren zuvor 26. Heißt: Wer weiter alle zwei Wochen die Tonne an die Straße stellt, zahlt für 80-Liter-Behälter am Ende 185,44 Euro.

Denn jede zusätzliche Leerung wird mittels der in den Gefäßen installierten Computerchips automatisch erfasst. 4,88 Euro sind das pro Leerung bei der 80-Liter-Tonne. Mit dem Kommunalbescheid 2015 werden diese Leerungen abgerechnet. „Haushalte, in denen große Abfallmengen anfallen, müssen deshalb künftig mit höheren Abfallgebühren rechnen“, heißt es auch auf der Internetseite der Stadt.

Beschlossen worden war die Umstellung mit Blick auf die im vergangenen Jahr eingeführte Wertstoffsammlung, die gestärkt werden soll. Im Umweltkalender hat die Stadt die unterschiedlichen Leerungen farblich markiert. Mit einem dunklen Grauton sind die Leerungen kenntlich gemacht, die im Preis enthalten sind.

Mit einem helleren Grauton die Abfuhrtermine, die zusätzlich bezahlt werden müssen. Einzige Ausnahme: „Haushalte, in denen durch den Gebrauch von Windeln mehr Restmüll anfällt, sind in der Regel auf einen zweiwöchentlichen Leerungsrhythmus der Restmülltonnen angewiesen“, schreibt die Stadt. Sie erhalten derzeit aus Steuermitteln einen Zuschuss von 47,58 Euro pro Jahr. Die Gelder gibt es einerseits für Haushalte mit Kindern, die nicht älter als drei Jahre sind, sowie mit älteren, inkontinenten Personen.

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