Erster Schritt im Marathon-Lauf
Bild: Ackfeld
Erklärte, was möglich ist: Planer Halke Lorenzen (links) soll die Sürenheider bei der Entwicklung eines Dorfentwicklungskonzepts begleiten. Im Bürgertreff des Ortsteils verfolgten 60 Interessenten seine Anregungen.
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 Klar ist: Die Stadt wird eine Entwicklung allein finanzieren müssen. „Aus heutiger Sicht können wir das Konzept nicht fördern“, erklärte Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold. Aber: „Wir haben die finanzielle Kraft, es aus eigenen Mitteln zu stemmen“, betonte der Verler Bürgermeister Paul Hermreck (CDU).

Soweit, so gut: Halke Lorenzen nahm aber gleich den Sürenheidern den Wind aus den Segeln. „Wer hier ist, um Luft abzulassen, der ist falsch“, betonte der Planer, der schon die Entwicklung des Dorfkonzepts in Kaunitz begleitet hatte. Lorenzen war vielmehr gekommen, um den langen Weg aufzuzeigen, den die Sürenheider gehen müssen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Und er nahm die Bürger in die Pflicht. „Sie müssen sich das Konzept selbst erarbeiten“, sagte Lorenzen. Er sieht sich eher als Moderator und Ideengeber.

Heißt: Er ist in den Arbeitskreisen dabei, sammelt die Vorschläge, die aber von den Sürenheidern kommen müssen. „Die unterschiedlichen Interessen müssen auf den Tisch. Es wird auch Konfliktpotenzial geben“, prophezeite Lorenzen. Der Fahrplan aber ist gemacht, an dessen Ende ein Dorfentwicklungskonzept für Sürenheide stehen soll.

Zunächst werden Arbeitskreise eingerichtet, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen. Jeweils samstags tagen am 27. Oktober und 10. November zwei Gruppen. Details will die Verwaltung rechtzeitig mitteilen, wie Bürgermeister Paul Hermreck ankündigte.

Der Planungsprozess sieht folgende Schritte vor: Auf eine Bestandsanalyse folgen Sitzungen in den Gruppen Soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und Entwicklung, Grüngestaltung und Entwicklung sowie Wirtschaftliche Entwicklung und Initiative. Im Rahmen eines Workshops sollen die Ergebnisse der Arbeitskreise zusammengeführt werden. Danach folgt eine weitere Bürgerversammlung, in der das fertige Konzept diskutiert wird. Parallel geht es außerdem in die politischen Gremien. Es ist also ein langer Weg, den die Sürenheider nun beschreiten, um ein Dorfentwicklungskonzept zu erhalten.

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