Erzählcafé soll Nachkriegszeit lebendig werden lassen
Bild: Kalläne
Im Gütersloher Stadtmuseum ist zurzeit die Ausstellung „40 Frauen – Das Überleben organisieren“ zu sehen. Unter den interviewten Frauen, die von der Nachkriegszeit erzählt haben, ist auch die Verlerin Helga Lehmann. Sie gestaltet das Erzählcafé am 15. November im Verler Gymnasium mit.
Bild: Kalläne

Über den Zweiten Weltkrieg sowie das anschließende Wirtschaftswunder in den 50er-Jahren wird oft gesprochen. Doch was die Zeit dazwischen, nämlich der entbehrungsreiche Alltag in den ersten Jahren nach dem Kriegsende im Mai 1945, für Einheimische und Flüchtlinge bedeutete – insbesondere für die Frauen –, darüber ist in vielen Familien wenig bekannt. Beim Erzählcafé während der Seniorenmesse am 15. November im Gymnasium steht diese spannende Zeit im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Unter dem Motto „Erzähl mal“ können sich ältere und jüngere Menschen darüber austauschen, wie das Leben in der Nachkriegszeit war. Menschen, die heute zwischen 80 und 100 Jahre alt sind, waren bei Kriegsende Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene.

Zu erfahren, mit welchen Nöten sie zu kämpfen hatten und wie sie ihr Leben trotzdem meisterten, schafft nicht nur Verständnis und Respekt, sondern schärft auch das Bewusstsein für das eigene Leben, heißt es in der Ankündigung. 

Doch auch in der deutschen Nachkriegszeit war nicht alles nur Leid. Die Sehnsucht nach fröhlichen Momenten war groß und wurde auch gelebt, wie die Musik aus jener Zeit bezeugt.

Das Erzählcafé ist eine Initiative der Gleichstellungsstelle der Stadt Verl und wird von der Gütersloher Biografin Beate Friedrich-Lautenbach moderiert. Die Verlerin Helga Lehmann, eine der Frauen, die für die Ausstellung „40 Frauen“ im Gütersloher Stadtmuseum interviewt wurden, wird den Nachmittag mitgestalten.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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