Fan-Club des SC Verl wird reich belohnt
Bild: Steinecke
Genießen den Ritt auf der Erfolgswelle: Jonathan Werneke (links) und Pascal Frickenstein vom Vorstand des harten Kerns halten aber auch zu ihrem Verein, wenn es mal nicht so gut läuft. Das macht eben echte Fans aus.
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 „Sportlich kann man sich im Moment nicht beklagen“, sagt Pascal Frickenstein, der seit vier Jahren der Vorsitzende des Fan-Clubs ist. Auf Platz zwei hat sein Verein Tuchfühlung zum Platz an der Sonne. Jonathan Werneke arbeitet seit einem Jahr im Vorstand mit. Der 18-Jährige lacht und fügt hinzu: „Das war jetzt mal das westfälische ,Gut‘ von Pascal.“ Und auch das ist noch untertrieben. Eigentlich freut sich „Der harte Kern“ wie Bolle, dass sich der Verein im Aufwind befindet.

 Allein schon beim Stadion geraten die DHK-Mitglieder ins Schwärmen. Hinterm Tor hat der Fan-Club seinen Platz. Die rundherum überdachte Tribüne trage dazu bei, dass mehr Zuschauer kommen. Tendenz steigend. Pascal Frickenstein spricht von durchschnittlich 1100 – wohlgemerkt ohne die Spiele im DFB-Pokal. Und Zuschauermagnete wie RW Essen seien noch gar nicht dagewesen. Vor dem Stadionumbau seien im Schnitt 500 gekommen. „Da hat der Stadionsprecher nach der ersten Halbzeit noch angeboten, dass die Besucher auf den Stehplätzen jetzt auf die überdachten Sitzplätze wechseln könnten. Das war dann aber auch egal, da waren wir schon klitschenass.“

Für Stadionumbau gespendet

Der Fan-Club unterstützt die Mannschaft und den Verein aber nicht nur mit Anfeuerungsrufen. Beim Stadionumbau haben die Mitglieder mit angepackt. Und auch wenn es jetzt etwas zu tun gibt, ist „Der harte Kern“ zur Stelle. „Wenn Raimund um Hilfe fragt, sagt niemand Nein“, sagt Frickenstein. Außerdem hat der Fanclub 5555 Euro für den Stadionumbau gestiftet. Das Geld kam aus der eigenen Tasche der Mitglieder. Die Mannschaft zahle das aber nicht nur mit Toren zurück. „Man kennt sich hier. Das Team nimmt uns wahr. Es bestehen mit vielen Spielern Whats-App-Kontakte“, sagt Pascal Frickenstein.

Die Kirsche auf der Sahnetorte ist selbstverständlich der sportliche Erfolg. In der Meisterschaft sowieso, aber erst recht im DFB-Pokal. „Das ist die größte Sache in der Vereinsgeschichte“, erklärt Pascal Frickenstein, nachdem die dritte Runde im Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten Holstein Kiel erreicht worden ist. Torwart Robin Brüseke war dabei der Pokal-Held. Jonathan Werneke sagt: „Ich kann mich an kein tolleres Spiel erinnern. Sogar die Leute auf den Sitzplätzen sind aufgestanden. Und wenn 3500 ,Brüseke, Brüseke‘ rufen, dann ist das Gänsehaut pur.“

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