Fernwärmenetz Verl nimmt Gestalt an
Bild: von Stockum

Mit Baggern rückt man im Schulviertel dem Pflaster zu Leibe.

Bild: von Stockum

Dort hinein werden die Leitungen des Fernwärmenetzes gelegt. Wer sich vor Augen hält, was im Konrad-Adenauer-Schulzentrum und drumherum aktuell und in absehbarer Zeit geschehen soll, bekommt eine ungefähre Ahnung davon, wie gut abgestimmt das Projekt sein muss.

So ist im vergangenen Jahr die Heizanlage der Hauptschule modernisiert wurden. Es folgen jetzt die Realschule und das Gymnasium. Wobei letzterer Einrichtung ja ohnehin noch ein gewaltiger Eingriff im Zuge des Umbaus bevorsteht. Nicht zu vergessen die Errichtung einer geplanten Biogasanlage mit Blockheizraftwerk am Friedhofsweg und der mögliche Bau eines Holzhackschnitzelheizwerks an noch nicht näher benanntem Standort. All das muss miteinander verknüpft beziehungsweise schon jetzt bedacht werden. „Es ist beherrschbar“, sagt Winfried Egbringhoff vom Fachbereich Hochbau im Rathaus, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Vieles ist natürlich noch Zukunftsmusik, mitunter auch Spekulation, wenn man an die Überlegungen zur Gründung eigener Stadtwerke denkt.

Dennoch müssen die Verantwortlichen derzeit vieles im Blick behalten. Fest steht: In den kommenden Wochen werden etwa 600 Meter Rohr mit einem Außendurchmesser von bis zu 80 Zentimetern verlegt, Übergabestationen eingerichtet und Hausanschlüsse gemacht. Steht das vorläufige Netz, werden daran die Heizungen der Schulen angeklemmt. Sie wiederum versorgen bereits ab diesem Winter sich selbst, die Sporthallen, die Dienstwohnungen und den Kindergarten. In einem weiteren Schritt ließen sich später möglicherweise das Altenzentrum St. Anna und die Marienschule anschließen. Auch über die Chance, Privathaushalte mitzuversorgen, ist in Fachausschüssen bereits gesprochen worden.

Von derlei Eventualitäten ist man derzeit aber noch weit entfernt. „Die Umstellung der Heizanlage in der Hauptschule hat im vergangenen Jahr tadellos funktioniert“, sagt Egbringhoff, der optimistisch ist, dass auch die Modernisierung im Bereich der Hauptschule und des Gymnasiums reibungslos klappen wird. Alles in allem würden in dem ersten Bauabschnitt etwa 500 000 Euro investiert, sagt der Fachmann.

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