Feuer in Verl: 70 Heuballen brennen nieder
Foto: Eickhoff
In Verl sind am Montagmittag 70 Heuballen in Brand geraten. Die Feuerwehr hat den Brand inzwischen gelöscht.
Foto: Eickhoff

Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Großeinsatz gerufen. Rund 50 Feuerwehrleute der beiden Löschzüge rückten unter Leitung von Feuerwehrchef Martin Wanders aus. Schon aus einiger Entfernung wies eine dicke weiße Rauchwolke den Einsatzkräften den Weg zu dem Gehöft. Dort fanden sie einen Teil der im Freien gelagerten Rundballen lichterloh brennend vor.

Straße vorübergehend gesperrt

Mit mehreren C-Rohren wurde der Brand zunächst weitestgehend eingedämmt. Später brachte der Landwirt mit einem Traktor die glimmenden Ballen auf eine freie Fläche, wo sie auseinandergezogen und endgültig abgelöscht werden konnten. Dabei wurde dem Löschwasser nach Angaben von Martin Wanders auch eine geringe Menge Schaummittel beigefügt, um einen nachhaltigen Löscherfolg zu erzielen.

Die Polizei musste die Bleichestraße im Bereich zwischen dem Harfinweg und dem Binnerweg für die Dauer der Löscharbeiten komplett sperren. Die Autofahrer mussten ihre Fahrzeuge wenden und sich eine andere Route suchen, denn das Löschwasser musste im Pendelverkehr zu der Einsatzstelle gebracht werden.

Warn-App schlägt Alarm

Um 13.50 Uhr wurde auch die Warn-App Nina von der Kreisleitstelle ausgelöst. Anwohner im Bereich Verl, Gütersloh, Schloß Holte-Stukenbrock sowie Rietberg wurden aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag könnten nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Die Menschen wurden ferner aufgefordert, den betroffenen Bereich zu meiden, weiträumig zu umfahren oder auch Nachbarn zu informieren. Inzwischen gibt es Entwarnung.

Am Nachmittag wurden noch weitere Kräfte nachalarmiert, ein Ende der Löscharbeiten war da zunächst noch nicht absehbar. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Höhe des entstandenen Schadens steht bislang noch nicht fest. Auch der Grund für den Brand konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

Bereits um kurz nach 11 Uhr waren die beiden Löschzüge der Feuerwehr am Montag wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage eines Industrieunternehmens an der Waldstraße alarmiert worden. Die Anlage hatte einen Fehlalarm ausgelöst, so dass die Fahrzeuge schnell wieder einrücken konnten.

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