Feuerwehrgerätehaus wird teurer
Bild: Steinecke
Gezählt sind die Tage des Feuerwehrgerätehauses in Kaunitz. Noch in diesem Jahr soll der Löschzug umziehen, damit das Gebäude an der Paderborner Straße abgerissen werden kann.
Bild: Steinecke

Das sind fast 700.000 Euro mehr als Wolfgang Benesch vom Büro für Baukostenmanagement aus Delbrück im vergangenen Jahr an Kosten ermittelt hatte. 2,86 Millionen Euro hatte Benesch im Februar 2016 im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss genannt. Der Experte hatte die beiden Sieger des Architektenwettbewerbs bewertet. Nach Abschluss der Detailplanung kommen Verwaltung und Architekt Martin Wypior aus Stuttgart, der im Mai 2016 den Zuschlag bekommen hatte, nun auf 3,6 Millionen Euro. „Ich werde mit dieser Zahl auch noch einmal in den Rat gehen“, sagte Michael Esken. Das Stadtoberhaupt will sich noch einmal grünes Licht geben lassen für die Neubaupläne, die schon etwas älter sind.

Noch unter Paul Hermreck war der Neubau beschlossen worden. 2015 war ermittelt worden, dass die ursprünglich geplante Renovierung des Gerätehauses an der Paderborner Straße teurer wäre als ein Neubau. Von 3,2 Millionen Euro für die Sanierung war 2015 die Rede. Wolfgang Benesch hatte auch diese Zahl ermittelt. Eigentlich hätte die Kommune somit bei einem Neubau Geld sparen sollen. Stattdessen muss sie nun zusätzliche Mittel in die Hand nehmen.

Michael Esken stellt klar, dass die Mehrkosten nichts mit luxuriösen Vorstellungen des Löschzugs Kaunitz zu tun haben. Er lobte die engagierte Beteiligung der Feuerwehr bei der Erstellung eines Raumprogramms. Nichtsdestotrotz werden die Planungen vorangetrieben.

Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Zunächst steht ein Umzug des Löschzugs Kaunitz auf dem Programm. An der Siemensstraße 15 im Gewerbegebiet hatte die Stadt schon vor zwei Jahren eine Halle angemietet, die übergangsweise die Feuerwehr beherbergen soll. Erst wenn der Umzug abgeschlossen ist, beginnen die Arbeiten an der Paderborner Straße. Das 1980 errichtete und 2003 noch einmal erweiterte Feuerwehrgerätehaus soll abgerissen werden. Auch das Wohnhaus neben der Einfahrt zur Ostwestfalenhalle muss weichen. 1,5 Millionen Euro stehen für dieses Jahr im Haushaltsplanentwurf. Und für 2018 sind derzeit noch einmal 1,5 Millionen Euro vorgesehen.

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