Feuwehrleute unter Sand begraben
Bild: Ebbesmeyer
Gut gelaufen ist am Samstag die Übung der Feuerwehr.
Bild: Ebbesmeyer

Dabei öffnete sich eine Seitenwand der Ladefläche des mit 12,5 Kubikmetern Füllsand beladenen Transporters: Der Baustoff begrub die Männer in ihrem Wagen unter sich. Das war noch nicht alles bei der Frühjahrsübung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Zu allem Unglück nämlich war noch ein roter, mit fünf Insassen besetzter Opel Kadett in die Unfallstelle an der Holter Landstraße gerast. Und außer dem Lastwagenfahrer war noch ein Kind mit an Bord.

Ausgearbeitet und organisiert worden war die Übung durch die Jugendfeuerwehr um Franz-Josef Ernst, Martin Bitter und weitere Ausbildungskräfte. Sie hatten die „Unfallstelle“ präpariert, die von der Autoverwertung Kerstingjohänner geborgten Wagen unter reichlich Sennesand verschüttet sowie den von der Firma Heinrich Koch geliehenen Lastwagen positioniert.

„Um 14 Uhr sind die Löschzüge Verl und Kaunitz alarmiert worden, die mit allen Fahrzeugen außer dem Schlauchwagen und mit fast 60 Kameraden ausgerückt sind“, beschrieb Franz-Josef Ernst die Lage. Von der Jugendfeuerwehr waren 20 junge Leute im Einsatz. Stille und zugleich aufmerksame Beobachter waren zehn Mitglieder der Ehrenabteilungen und Wehrführer Heiner Panreck.

Zunächst verschafften sich die Rettungskräfte einen Überblick über die Schadenslage der in zwei Abschnitte unterteilten Unfallstelle. Oberste Priorität hatte alsdann die Rettung der verunglückten Personen. Aus dem Jugendfeuerwehr-Bulli heraus waren laute Schreie der mit reichlich Kunstblut geschminkten „Verletzten“ zu hören.

Mit Hilfe von Folien wurden die Seitenscheiben abgeklebt und entfernt, so dass die Insassen nach und nach aus dem Bulli geborgen und auf Tragen zur Verletztensammelstelle gebracht werden konnten. „Allesamt haben sie unter Schock gestanden, sind aber mit leichten Verletzungen davon gekommen“, schilderten Franz-Josef Ernst und der Feuerwehr-Pressesprecher Sven Solyntjes das Szenario. Aufgrund der Vielzahl der „verletzten“ Personen weitere zehn Rettungswagen und drei Notarztfahrzeuge alarmiert worden.

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