Flotter Festakt zum Löschzugjubiläum
Bild: Dünhölter
Stehende Ovationen gab es am Ende einer kurzweiligen Jubiläumsshow zu den Klängen des Tote-Hosen-Hits "Tage wie diese".
Bild: Dünhölter

Und das kam gut an. So gut, dass zum Abschluss alle Gäste standen und rhythmisch klatschend gemeinsam mit Solistin Lea Landwehr den Tote-Hosen-Hit „Tage wie diese“ sangen. Kreisbrandmeister Rolf Volkmann brachte es auf den Punkt: „Wenn in Verl etwas veranstaltet wird, dann ist es ein Event. Das ist sehr eindrucksvoll heute.“

Auch weitere Ehrengäste, darunter die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp (CDU), der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus (CDU), der Landtagspolitiker André Kuper (CDU) sowie Vertreter von Vereinen, Institutionen und befreundeten Löschzügen, etwa aus Annaburg, zeigten sich durch die Bank sehr angetan von der Show.

Zeitzeugen berühren

Im Mittelpunkt: die Kameraden des Verler Löschzugs. Um sie ging es schließlich, und einige traten auch ins Rampenlicht. Unter der Moderation von Bürgermeister Paul Hermreck wurden die vergangenen Jahrzehnte lebendig. Die Kameraden Udo Müscher, Theodor Oesterwinter und Johanna Wagner stellten ein Kneipengespräch zur Gründungsversammlung im Jahr 1913 nach, während Franz-Hubert Wittenborg und Heinz Lüke den Streit von 1952 um den Standort des neuen Tanklöschfahrzeugs noch einmal aufleben ließen.

Vor allem die Gespräche auf der Bühne waren es, die berührten. So erzählte Hans Kleinemas, der als Kind neben dem Spritzenhaus wohnte, vom Ostersonntag 1945, als die Amerikaner in Verl ankamen und um ein Haar den Löschzugführer inhaftiert hätten, weil sie den gerade von einem Einsatz kommenden Josef Kammertöns in seiner Uniform für einen Soldaten hielten.

Landwirt Josef Dresselhaus berichtete vom 26. November 1997, als sein Hof bis auf die Grundmauern niederbrannte. „Ich habe allerhöchste Achtung vor denen, die diesen Dienst tun“, betonte er in Richtung der Feuerwehrleute, und mit tosendem Applaus schlossen sich ihm alle Gäste an.

Jazziges von der Big Band

Mit Swing und Rock ’n’ Roll zum Mitwippen trugen die Big Band des Gymnasiums und Sängerin Lea Landwehr einen gehörigen Teil zur gelösten Stimmung bei. Am Ende mochte wohl jeder der jungen Feuerwehrfrau Johanna Wagner zustimmen, die auf der Bühne feststellte: „Ohne Feuerwehr, ganz ehrlich, geht gar nichts.“

Am Sonntag Familientag rund um die Schützenhalle

An diesem Sonntag ist die Öffentlichkeit zum Mitfeiern eingeladen: um 11 Uhr auf dem Makrtplatz, wo ein Festumzug und eine Oldtimerausfahrt starten, und anschließend bis 18 Uhr rund um die Schützenhalle an der Paderborner STraße.

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