Flüchtlinge helfen beim Dorfputz
Bild: Fortmeier
Gemeinsam im Dienst für die gute Sache: Am Samstag engagierten sich rund 30 Freiwillige bei der Müllsammelaktion, die von der Kaunitzer Dorfgemeinschaft initiiert worden war.
Bild: Fortmeier

Die Ausbeute der Aktion: ein großer Anhänger, auf dem sich rund 20 gefüllte blaue Müllsäcke türmten. Außer den üblichen Mengen an Zigarettenschachteln und Leergutflaschen, insbesondere Schnapsflaschen, ist den Helfern aufgefallen, dass viele Coffee-to-go-Becher die Natur verschandelten. Fünf Altreifen hatte jemand ebenso illegal entsorgt wie eine rote Wasserspritze.

„Wir haben ein wunderbar organisiertes und funktionierendes Entsorgungssystem, und an fast jeder Ecke stehen Mülleimer bereit“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Josef Dresselhaus. „Es wäre wünschenswert, wenn alle vorbildlich handelten und ihren Müll in diesen Behältern entsorgten.“ Es sei erfreulich, dass sich so viele Aktive engagierten, um den Abfall anderer zu entsorgen, lobte er. Die anerkennenden Worte galten auch 15 Flüchtlingen, die sich auf Einladung der Dorfgemeinschaft an der Aktion beteiligten.

Gegen Mittag fand sich die gesamte Gruppe, darunter auch Vertreter mehrerer Vereine, erneut am Alten Bahnhof, dem Ausgangspunkt, ein. Es wurde gegrillt und geklönt. „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei“ – diese Ankündigung war von vielen der Freiwilligen zu vernehmen.

Bewusst ausgenommen hatte die Gruppe die Bereiche um die Kindergärten Arche Noah und Kleine Strolche sowie die Grundschule. „Das übernehmen die Kindergärten und Schulen am 12. April in eigener Regie“, erklärte Siegfried Erichlandwehr von der Dorfgemeinschaft. Dieses Engagement findet auch Josef Dresselhaus gut, denn „wer früh lernt, dass Müll nichts in der Natur zu suchen hat, wird ihn als Erwachsener nicht achtlos wegwerfen“.

SOCIAL BOOKMARKS