Frank Schmees erfüllt den Königsplan
Bild: Steinecke
Ehrliche Freude über den gelungenen Königsschuss: Da seine Ehefrau Christina 25 Jahr im Verein ist, holte Frank Schmees den Adler treffsicher aus dem Kugelfang. Sohn Julian (10) freute sich mit dem neuen Regentenpaar.
Bild: Steinecke

Gemeinsam mit seiner Frau Christina und Sohn Julian (10) nahm der 43-Jährige die zahlreichen Glückwünsche entgegen. Langsam aber sicher wurde Frank Schmees, der als Elektriker bei der Firma Beckhoff arbeitet, dann klar, dass er nun für ein Jahr die Schützen im Dreiländereck regieren darf. „Meine Frau ist dieses Jahr 25 Jahre Mitglied im Verein. Da haben wir uns gesagt, dass wir jetzt auch den Thron stellen wollen“, erzählte Frank Schmees.

Die Organisatoren hatten sich in diesem Jahr für ihr Schützenfest eine Neuerung einfallen lassen: Die Aufstellung des Kugelfangs war so geändert worden, dass er nun im Blickfeld aller Gäste des Festplatzes lag. Mitglied Rainer Adrian, der gestern für seine Arbeit im Verein mit dem hohen Bruderschaftsorden des Diözesanverbands geehrt wurde, hatte sich federführend darum gekümmert.

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen hatte Brudermeister Helmut Kosfeld Marscherleichterung für das Schützenfrühstück und das anschließende Schießen angeordnet. „Ohne Jacke, aber mit Mütze gegen den Sonnenstich“, erklärte Kosfeld. Fünf Königsanwärter hatte der Vorstand im Vorfeld des Festes ausgemacht. „Wenn das stimmt, wäre das schon bombe“, sagte Pressesprecherin Kathy Schumacher.

Um 12 Uhr hatte sich eine lange Schlange am Schießstand gebildet. Und gleich beim 16. Schuss brach lauter Jubel aus. Die Jungschützenkönigin 2016, Donata Piepenbrock, hatte dem Adler das Zepter, das bis dahin noch keinen Treffer erhalten hatte, entrissen. Die Umstehenden wollten das Geheimrezept ihres Erfolgs wissen. „Ich habe einfach nicht hingeguckt und abgedrückt“, erklärte sie strahlend ihren Sonntagsschuss.

Damit hatte Donata Piepenbrock eine kleine Lawine losgetreten. „Machs wie Donata“, feuerte das Publikum die Schützen immer wieder an. Michael Horstmann sicherte sich mit dem 66. Schuss die Krone. Der Apfel fiel nach dem 102. Schuss an Rita Nußbaum. Zuvor hatte Andreas Woste einen Großteil der Trophäe geerntet, doch für die Schießmeister war zuviel Holz stehengeblieben. Bevor Frank Schmees dem Adler mit großer Munition zu Leibe rückte, freute sich Heino Blomberg noch über den linken Flügel (231.).

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