Gebäude bleibt zunächst leer
Bild: Steinecke
Ein Gebäude mit einer bewegten Geschichte: Das Haus an der Hauptstraße 4 ist seit nicht ganz einem Jahr im Besitz der Stadt und steht derzeit leer. Wie es weitergeht, soll im kommenden Jahr entschieden werden. Bis dahin passiert erst einmal nichts.
Bild: Steinecke

Eines ist zunächst einmal sicher: Zeitnah passiert nichts. „Die unteren Räume sollen als gemeinwohlorientierte Nutzung sporadisch für Veranstaltungen wie zum Beispiel Ausstellungen zur Verfügung gestellt werden“, schreibt die Stadt auf Anfrage der „Glocke“. Die Kommune hatte das Haus Ende vergangenen Jahres erworben. Seinerzeit war es eine Option, dort den Seniorentreff unterzubringen. Das ist mittlerweile vom Tisch. Demnächst wird ein Teil des alten Postgebäudes am Marktplatz für diese Zwecke umgebaut.

Die Hauptstraße 4 steht deshalb zunächst leer. Das Steakhaus ist schon länger geschlossen. Auch das Obergeschoss ist nicht mehr vermietet. Und das bleibt auch so. Denn die Stadt nimmt das große Ganze in den Blick. „Durch den Erwerb des Gebäudes Hauptstraße Nummer 4 hat sich für die städtebauliche Gestaltung in der Innenstadt eine neue Situation ergeben“, teilt die Verwaltung auf Anfrage der „Glocke“ mit. Denn das Gebäude nebenan, das Kopshoffsche Haus, ist schon länger im Besitz der Stadt. Übergangsweise wird es von der Deutschen Glasfaser genutzt. Perspektivisch aber könnte es abgerissen werden. Der Bereich an der Kreuzung von Hauptstraße und Paderborner Straße soll neugestaltet werden. Dieses Gebäude ist „Teil des städtebaulichen Wettbewerbs und somit Teil der Überlegungen, eine städtebaulich ansprechende Eingangssituation zur Bürmschen Wiese zu schaffen“, wie die Stadt schreibt.

Die Planer hatten vorgesehen, das Kopshoffsche Haus abzureißen und dort einen Platz zu schaffen, über den es dann in Richtung Bürmsche Wiese gehen könnte. „Jetzt geht es darum, die neue Situation auf den Wettbewerb zu adaptieren“, schreibt die Stadt. Einfach ausgedrückt: Solange nicht klar ist, was mit dem Kopshoffschen Haus passiert und wie das Areal gestaltet werden könnte, passiert auch mit der Hauptstraße 4 nichts. „Bis diese Gesamtplanung durch den Rat der Stadt Verl abgeschlossen ist, ist keine Ertüchtigung und keine Vermietung des Gebäudes geplant“, teilt die Verwaltung weiter mit. Aber eine Lösung ist nicht mehr fern. Das weitere Vorgehen werde voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 Thema der politischen Beratungen werden, schreibt die Stadt. Solange bleibt es höchstens mal bei kurzen Ausstellungen, für die das Haus genutzt werden kann.

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