Geldstück zur Kommunion 1961 eine Seltenheit
27 Goldkommunikanten haben in St. Marien Kaunitz den Tag gefeiert, an dem sie vor 50 Jahren zur Erstkommunion gingen. Mit ihnen feierte Pfarrer Joachim Cruse (links), der an diesem Tag ebenfalls auf seine Goldkommunion zurückblickte.

Pfarrer Joachim Cruse zelebrierte den festlichen Gottesdienst in der Marienkirche. Auch für ihn war dieser Jubiläumstag ein besonderer, denn es war auch sein eigener Goldkommuniontag.  Viel Zeit nahmen sich die Jubilare für eine Begegnung im Pfarrheim, ein ausgiebiges Frühstück und neue Verabredungen. Denn das Wiedersehen gefiel den 27 Jubilaren überaus gut. Alle hegen die Hoffnung, dass ihre ehemaligen Schulkameradinnen, die in den USA beziehungsweise in Holland leben, beim nächsten Treffen dabei sein können.

45 Kinder der vier Kaunitzer Schulen feierten am 9. April 1961 ihre Erstkommunion. Dechant Pfarrer Franz Grewing hatte die Jungen und Mädchen in den Monaten zuvor auf den großen Tag vorbereitet und sie immer wieder auf das Nüchternheitsgebot hingewiesen. Auch durch seine Begleitung wurde der Tag zu einem ganz besonderen.

Voll besetzte Pfarrkirche

Der Weiße Sonntag, daran erinnern sich die Jubilare noch genau, war ein freundlicher, doch noch kühler Tag. Engelchen geleiteten die in Weiß gekleideten Mädchen und die dunkel gekleideten Jungen in die geschmückte Kirche. Sie war bis auf den letzten Platz besetzt. „Es war selbstverständlich, dass Eltern, Großeltern, Paten, Tanten, Onkel und Nachbarn an der Erstkommunionfeier teilnahmen“, erinnert sich Gertrud Weustenfeld.

Alle lächelten in Erinnerung an die für heutige Verhältnisse bescheidenen Geschenke: Blumen, umhäkelte Taschentücher, Gesangbücher, Rosenkränze und Sammeltassen lagen auf den Gabentischen. „Wenn ein kleines Geldstück dazwischen war, dann war das etwas ganz Besonderes“, erzählt Gertrud Weustenfeld.

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