Geringe Verbesserung bei Akustik
Schon länger plant die Stadtverwaltung, die Ostwestfalenhalle in Kaunitz zu sanieren. Begonnen wird mit den Arbeiten am Dach. Der Anbau eines Lagerraums ist erst einmal zurückgestellt worden.

Der Erste Beigeordnete Heribert Schönauer sagte: „Es haben sich für die Lagerung eventuell andere Alternativen ergeben.“ In diesem Zusammenhang sprach Schönauer davon, dass das Nutzungskonzept der Halle noch einmal überarbeitet werden soll. Aus diesem Grund sei auch der Punkt mit der Erweiterung der Lagerflächen aus der Vorlage gestrichen worden. Je nach Variante waren 90 oder 135 Quadratmeter zusätzliche Abstellfläche geplant.

Winfried Egbringhoff vom Fachbereich Hochbau erklärte, dass im Innenbereich keine besonderen Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik geplant sind. Die Nachhallzeit eigne sich damit wie bisher gut für Musik, für Sprache dagegen weniger. Die Sanierung bringe lediglich eine geringe Verbesserung. „Ein erhöhter Aufwand für eine bessere Sprachverständlichkeit zu betreiben, ist nicht zu rechtfertigen“, sagte Egbringhoff.

Für die neue Deckung des Daches werden Stahltrapezbleche verwendet, auf denen eine 120 Millimeter dicke Dämmung aus Mineralfaser verlegt wird, die dann gegen Regen abgedichtet wird. Obwohl es sich nicht um einen Neubau handelt, wird laut Schönauer die Sanierung hinsichtlich Brandschutz und Sicherheit nach der neuesten Bauordnung durchgeführt. Egbringhoff merkte an, dass für die Farbgestaltung der Trapezbleche graue Töne verwendet würden. Die Konzepte für Dachsanierung, Farbe und Akustik waren bereits im Oktober 2016 von dem Bielefelder Büro Hans-Michael Clarfeld vorgestellt worden.

Bedenken, dass sich die Trapezbleche schwer säubern lassen, wurden zerstreut. „Die Reinigung einer Stahltrapezblechdecke ist völlig unproblematisch und deutlich verbessert gegenüber der heutigen Situation“, schreibt die Verwaltung in der Beschlussvorlage für den Ausschuss. Durch die helle und neutrale Farbe der Decke seien Nachteile bei der Ausleuchtung nicht zu erwarten.

An den Fenstern der Ostwestfalenhalle werden neue Vorhänge angebracht. Darunter ein bodentiefer Vorhang, der sich auch für die Raumtrennung eignet. An den Holzbindern der Dachkonstruktion werden zusätzliche Halterungen montiert. Die sind zur Befestigung von Veranstaltungstechnik wie Lampen oder Lautsprechern gedacht. „Die Ostwestfalenhalle bietet nach der Sanierung einen hellen, eher neutralen Hintergrund für jegliche Form von Veranstaltung“, heißt es in der Vorlage des Betriebsausschusses.

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