Gewässer verunreinigt - Kripo ermittelt
Bild: Steinecke
Etwas provisorisch wirkt die Sperre, die die Untere Wasserbehörde des Kreises Gütersloh in dem namenlosen Bach in Kaunitz errichtet hat. Es geht um eine Verunreinigung des Gewässers. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Bild: Steinecke

Das bestätigte die Kreispolizeibehörde auf Anfrage der „Glocke“. „Das Verfahren läuft“, so die Pressestelle. Es gehe um Umweltkriminalität, konkret um die Verunreinigung von Gewässern. Weitere Details wollte die Sprecherin Katharina Felsch auf Nachfrage nicht mitteilen. Die Beamten müssen nun herausfinden, ob das Kaunitzer Unternehmen verantwortlich gemacht werden kann. Die Firma wollte sich auf Nachfrage der „Glocke“ nicht zu dem Vorfall äußern.

Konkreter wurden – was den zeitlichen Rahmen angeht – dafür der Kreis Gütersloh und die Stadt Verl. Über die Untere Wasserbehörde ist der Kreis für Wasserverschmutzungen aller Art zuständig. Am 20. November war über die Kreisleitstelle der Feuerwehr Umweltalarm ausgelöst worden. Das heißt, dass sich dort jemand gemeldet und die Verschmutzung des Wassers gemeldet hatte. Mitarbeiter des Kreises hatten sich daraufhin ein Bild vor Ort gemacht, aber keine Verschmutzen mehr erkennen können.

Dann gab es nach Angaben der Stadt am 28. November eine weitere Meldung. „Bei der Überprüfung vor Ort durch das Abwasserwerk konnte aber keine Verunreinigung festgestellt werden“, schreibt die Verwaltung.

Am Donnerstag, 30. November, war dann im Rathaus ein weiterer Hinweis eingegangen. Erneut waren Verfärbungen des Wassers aufgefallen. Die Stadt schaltete daraufhin den Kreis ein. Und die zog wiederum die Polizei hinzu. Mitarbeiter der Wasserbehörde, der Polizei und des städtischen Abwasserbetriebs machten sich ein Bild. Sie stellten einen ölhaltigen Film auf dem namenlosen Bach, der in die Wapel mündet, fest.

Es seien Wasser- und Bodenproben genommen worden. Und zwar durch den Mitarbeiter eines Bielefelder Labors. Dort läuft derzeit die Auswertung. Mitte dieser Woche würden die Ergebnisse vorliegen, so der Kreis.

Zudem hat die Untere Wasserbehörde gehandelt. In dem Bach ist am Donnerstag eine Ölsperre installiert worden. Am Montagmorgen sind vor der Sperre, die aus Heuballen, einem Metallgitter und einer Palette besteht, Verfärbungen des Wassers deutlich sichtbar.

„Diese Sperre entspricht der Norm“, erklärte Christina Peters von der Pressestelle des Kreises. Ein Bindemittel für Öl sei eingesetzt worden. Es bleibe dann in den Strohballen hängen. Am Montagmittag ist die Sperre wieder abgebaut worden. Es sei nichts mehr nachgekommen. „Der akute Notstand ist beseitigt“, so Christina Peters. Es sei nach derzeitigem Stand auch kein verunreinigtes Wasser in die Wapel gelangt.

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