Gilde trauert um Heinz Sudhoff
Überraschend am Dienstagmorgen gestorben ist Heinz Sudhoff, Ehrenbrudermeister der Schützengilde St. Hubertus Verl.

Markus Nagelsdieck, der 2013 die Nachfolge von Heinz Sudhoff als Brudermeister angetreten hatte, ringt am Dienstag mit den Worten. „Er hat alles mit Leib und Seele gemacht“, sagt Markus Nagelsdieck über Heinz Sudhoff. Und wenn er etwas angepackt habe, dann auch sehr gewissenhaft.

Der Ehrenbrudermeister war eine verlässliche Größe in der Gilde. Dabei ging es ihm nicht nur um das Feiern von Festen, sondern auch um Werte. Die Verbindung zur katholischen Kirche war ihm wichtig. Glaube, Sitte, Heimat: Den Leitspruch des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften lebte Heinz Sudhoff.

Und darunter verstand er nicht, dass alles so bleiben solle, wie es war. Die Lösung der Frauenfrage zum Beispiel war ihm ein Anliegen. „Wir haben einen wichtigen Grundstein für die Zukunft gelegt“, sagte er 2013. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung war der Weg für die Aufnahme von Frauen in die Gilde geebnet worden. Das war ein Projekt von Heinz Sudhoff.

Hinzu kamen in seiner Zeit als Brudermeister zwei weitere Höhepunkte: der Bundesköniginnentag im Jahr 2012 und die Feierlichkeiten anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Schützengilde 2008. Die Festchronik mit 536 Seiten war vor allem das Werk von Heinz Sudhoff, der 1993 in die Gilde eingetreten war und 1997/98 mit seiner Frau Hildegard als König regiert hatte. Im Januar 1998 wurde er Schriftführer, 2001 stellvertretender Brudermeister und 2004 dann Brudermeister der Gilde.

2013 räumte er seinen Platz für Markus Nagelsdieck. Er hatte sich immer vorgenommen, nur einen gewissen Zeitraum Vorsitzender zu sein, wie er im Gespräch mit der „Glocke“ betont hatte. „Aus dem Amt entlassen, heißt ja nicht, aus der Verantwortung entlassen“, so Heinz Sudhoff 2013. Ein Satz, der viel über seinen Charakter aussagt.

Sein Engagement war nicht an einen Posten gebunden. Bis zuletzt organisierte er Fahrten, schrieb Berichte für die Zeitungen und war immer ansprechbar, wenn es Probleme zu lösen galt.

Die Eucharistiefeier findet am Samstag, 8. Juli, ab 10 Uhr in der St.-Anna-Kirche statt. Danach folgt die Beisetzung von der Friedhofskapelle aus.

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