Glaskunst: erst Hobby, dann Leidenschaft
Bild: Schröder
Seit nunmehr 28 Jahren setzt der Verler Kurt Luley Glasstücke zu Lampen, Bildern oder ganzen Fenstern zusammen.
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Seit 28 Jahren betreibt er diese spezielle Kunst schon. Dabei werden Glasstücke zu Lampen, Bildern oder ganzen Fenstern zusammengefügt. „Ich bin durch meine Frau dazu gekommen. Die fand das toll, aber für mich waren die Kunstwerke damals unerschwinglich“, erzählt Kurt Luley.

1983 sei dieses Handwerk sehr in Mode gewesen. Auf einer Messe in Sennestadt trafen die Luleys dann einen Künstler, der ausstellte und vorführte, wie die Arbeiten entstehen. „Da dachte ich mir, was der kann, kann ich auch. Zumal ich als gelernter Mechanikermeister handwerklich auch durchaus begabt bin“, sagt Kurt Luley. Also kaufte er sich ein Handbuch sowie nach und nach Profiwerkzeug. Als Autodidakt brachte er sich die Handwerksgriffe dann selbst bei. Außerdem richtete er sich eine kleine Werkstatt zuhause ein.

Sein erstes Stück war eine Lampe. Als drittes fertigte er sogar eine gesamte Fensterscheibe an. „Nicht kleckern, sondern klotzen“, beschreibt der Verler lachend sein Motto. Faszinieren würden ihn vor allem die Farben, dass man eigene kreative Ideen umsetzen könne und – das sagt er nicht ohne ein wenig Stolz – die Anerkennung von anderen. Um die Tiffany-Glaskunst herstellen zu können, brauche man vor allem Geschick und viel Geduld. Verkaufen könne er fast ausschließlich kleinere Gegenstände.

Die großen seien für die meisten Interessenten einfach zu teuer. Allein die Materialkosten seien immens. Noch dazu kommt die investierte Arbeit. Luley: „Das große Fenster hat etwa 150 Arbeitsstunden gekostet, Lampen brauchen meist so 120. Das ist die reine Produktionszeit. Der Vorlauf für Idee und Zeichnungen kann schon mal bis zu zwei Jahre dauern.“ Logisch, dass er da nicht ein Kunstwerk nach dem anderen fertigstellt. Meist arbeitet er direkt vor Ausstellungen an den Stücken.

 Ans Aufhören denkt Luley noch lange nicht. „Solange ich gesund bin, mache ich weiter. Allerdings muss ich zugeben, dass die Musik zurzeit im Vordergrund steht“, sagt er. Mundharmonika spielen ist seine zweite große Leidenschaft. Im Moment ist er dennoch viel mit Glas beschäftigt, schließlich steht in Kürze der Ostermarkt in Bornholte an.

Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. März, wird in Bornholte der mittlerweile sechste Ostermarkt im Bürgerhaus „Hühnerstall“ am Schmiedestrang 168 veranstaltet. Damit will der Bürgerverein laut Organisator Kurt Luley hochwertige Handwerkskunst nach Verl bringen. „Der Markt ist von Beginn an gut angekommen. Immerhin kommen die Aussteller aus der gesamten Region. Manchmal sind sogar überregionale dabei“, sagt Luley. Dieses Mal sind insgesamt 20 Kunsthandwerker vor Ort, darunter 5, die ihre Premiere auf dem Ostermarkt feiern.

Gezeigt werden unter anderem die Tiffany-Glaskunst von Kurt Luley, oberschlesische Kratztechnik, 3-D-Bilder, Seidenmalerei, Schmuckgegenstände, Seife und Ölbilder. Beginn ist am Samstag, 10. März, um 14 Uhr, am Sonntag, 11. März, um 11 Uhr. Ende ist an beiden Tagen um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. In der Cafeteria werden außerdem Kaffee, Kuchen und Torten angeboten.

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