Gutachter: See steht nicht vorm Umkippen
Bild: Ackfeld
Der Verler See, idyllisch zwischen Verl und Sürenheide gelegen. Die Qualität des Wassers ist nicht gut, aber auch nicht so schlecht, wie vermutet.
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„Der See steht nicht vor dem Umkippen. Und es besteht auch keine Gefahr, dass der See demnächst biologisch umkippt“, stellt Bernd Fehrmann, Geschäftsführer von Ökoplan, klar. Zusammen mit Jennifer Kerkhoff und Silke Hingmann hat er das Gutachten erstellt. Darin ist zu lesen, dass durch den hohen Grundwasserspiegel Nährstoffe der Landwirtschaft in den See eingetragen würden. Bernd Fehrmann weiter: „Es stimmt, optimal ist die Wasserqualität nicht. Aber auch nicht dramatisch. Sonst könnte der See ja auch nicht von der DLRG oder für den Triathlon genutzt werden.“

Zu der Aussage des Bürgermeisters sagt der Ökoplan-Geschäftsführer: „Es kann sein, dass er den Begriff umkippen laienhaft verwendet hat. Vielleicht hat er auch gemeint, dass sich der Zustand optisch weiter verschlechtert.“ Bernd Fehrmann erklärt, dass das Gewässer aber so bleibe, wie es derzeit ist, auch wenn man nichts unternehmen werde. Die Daten zur Wasserqualität wurden dem Büro Ökoplan, das von der Stadt beauftragt worden ist, von den Anglern zur Verfügung gestellt.

Eine chemische Untersuchung des Wassers hat Ökoplan im Rahmen des Gutachtens nicht durchgeführt oder in Auftrag gegeben. Das sei zu dem Zeitpunkt der Untersuchung auch nicht erforderlich gewesen und nicht Bestandteil des Auftrags. „Es ging um eine Bestandsaufnahme, um die biologische Ausstattung rund um den See“, so Fehrmann. Das Gutachten von Ökoplan umfasst 50 Seiten.

Die Frage auf Einsicht in das Dokument verneinte Fehrmann. Am 4. Dezember wurde im Bau- und Planungsausschuss eine kurze Zusammenfassung über zwölf Seiten vorgestellt. Das komplette Gutachten soll in einer der kommenden Bauausschusssitzungen vorgestellt werden.

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