Gymnasium: Schlagabtausch im Verler Rat
Bild: Munkelt
Das Verler Gymnasium vom Kühlmannplatz aus fotografiert. Links baut das jetzt vom Rat beauftragte PBR-Planungsbüro Rohling einen Neubau an.
Bild: Munkelt

Die Verwaltung um Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) hatte den kostengünstigeren „Würfel“-Anbau des dritten Preisträgers, des Architekten Stefan Rapp, bevorzugt. Sigrid Brandner für die SPD und Dr. Karl Bernhard Hillen für die CDU machten deutlich, warum sie die Variante von PBR Rohling, die 1,2 Millionen Euro mehr kosten und das Gymnasium für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren zur Dauerbaustelle machen wird, für die bessere halten. Mit 30 von 36 Stimmen fiel die Entscheidung zugunsten des Braunschweiger Planungsbüros.

Bürgermeister zur CDU: „Bei Ihnen herrscht Fraktionszwang“

Bürgermeister Hermreck warf der CDU-Fraktion vor, dort herrsche „Fraktionszwang“. Dagegen wollte sich Hillen „verwahren“. Der Bürgermeister gehe nicht auf Argumente ein. Er solle sich mäßigen, forderte Hillen.

Hermreck zeigte sich „betroffen“ davon, dass SPD und CDU die Meinungen von Experten ignoriert hätten. Nicht einer der sechs Preisrichter habe letztlich das PBR-Modell zur Umsetzung empfohlen. Die 1,2 Millionen Euro, die es teurer werde als der Rapp-Würfel, brächten im Ergebnis nicht das, was sie wert seien. „Da schmeißt man das Geld die Treppe runter.“ Udo Fuchs (SPD) wies nachdrücklich darauf hin, dass der Rat nicht etwa für einen sonstwo platzierten Entwurf stimme, „sondern für den, der den zweiten Preis erhalten hat“.

Mehr vom Schlagabtausch in der Ratssitzung und über die Erweiterungspläne für das Gymnasium lesen Sie morgen in der „Glocke“!

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