Gymnasium erhält Warmwasserheizung
Die Fachbereichsleiter Dirk Hildebrandt (links) und Meinolf Wiedenhaus begutachten die Arbeiten am Verler Schul- und Sportzentrum.

 Damit hat die alte elektrische Fußbodenheizung ausgedient. „Für das neue Versorgungssystem gibt es gleich mehrere gute Gründe“, erläutert Meinolf Wiedenhaus, Leiter des Fachbereichs Hochbau der Stadtverwaltung. Zum einen hat die Stadt bislang Sondertarife für Wärmestrom genutzt. „Doch diese Sondertarife werden wie die Strompreise weiter steigen“, sagt Meinolf Wiedenhaus. Außerdem sei bei der Fußbodenheizung keine bedarfsgerechte Einzeltemperatursteuerung für bestimmte Räume möglich gewesen – beispielsweise für Abendveranstaltungen der Volkshochschule im Schulgebäude. Während der Ferien werden nun in den Räumen im Nord- und im Südtrakt insgesamt 70 Heizkörper installiert, bei denen sich die Temperatur über eine Einzelraum-Steuerung individuell regeln lässt. Im gleichen Zug werden bei den Fenstern alle Oberlichter mit einem Motorantrieb ausgerüstet. „So kann das Gebäude zum Beispiel über Nacht komplett gelüftet werden“, erklärt Meinolf Wiedenhaus. Es gebe aber natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, die Oberlichter über Schlüsselschalter im Klassenraum zu öffnen, betont der Fachbereichsleiter. Des Weiteren kann in jedem Klassenraum im vorderen Bereich ein Dreh-Kippfenster manuell geöffnet werden. Die Arbeiten beschränken sich momentan auf den Nord- und Südtrakt, weil im Mittelteil bekanntlich im Zuge des Umbaus und der Erweiterung des Gymnasiums im kommenden Jahr ohnehin erhebliche Baumaßnahmen anstehen. Momentan werden für das neue Heizungssystem auf dem Schul- und Sportgelände 200 Meter Wärmerohr verlegt. In den nächsten Tagen wird unter der St.-Anna-Straße auch die Anbindung zum St.-Anna-Kindergarten hergestellt, der zurzeit energetisch saniert und ebenfalls angeschlossen wird. Für die Zukunft denkbar wäre, auch das Altenzentrum St.-Anna-Haus auf diese Weise zu beheizen.

Wissenswert:  Die Sanierung ist aber nur ein Teil eines Projekts, mit dem die Stadt Verl künftig stärker auf regenerative Energien setzen will: Am Rande des Hauptschulhofs ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geplant, mit dem ein Verler Biogasanlagenbetreiber, der auch alle Investitionskosten trägt, ab Dezember Strom und Wärme erzeugen wird. Mit der Abwärme von einer Million Kilowattstunden pro Jahr, die sonst einfach in der Luft verpuffen würde, können das Schul- und auch das Sportzentrum samt Schwimmhalle mitgeheizt werden. Was dann noch an Wärme fehlt, wird über zwei vorhandene Kessel eingespeist. Langfristig soll das Fernwärmenetz, in das die Stadt Verl 500 000 Euro investiert, noch um ein Holzhackschnitzelwerk ergänzt werden. 

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Montagsausgabe der „Glocke“.

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