Gymnasium ist keinen Schritt weiter
Bild: Architekturbüro Rapp
Der Entwurf des Drittplatzieren Stefan Rapp sieht den Bau eines Würfels vor, der architektonisch gesehen sicherlich ein Blickfang wäre.
Bild: Architekturbüro Rapp

Schließlich mussten die Preisträger des Architektenwettbewerbs ihre Konzepte mitunter stark überarbeiten. Jetzt liegen die Pläne vor und der Rat will im Mai darüber entscheiden, welcher Vorschlag verwirklicht wird. Da den Architekten zur Zeit der Ausschreibung kaum Details zur Statik des Gebäudes vorlagen, planten sie zunächst ins Ungewisse. Anfang Dezember dann, bei einer Präsentation ihrer Arbeiten, meldeten Experten mitunter erhebliche Bedenken an. Die Daten lagen mittlerweile vor. Also wurden jedem der drei Preisträger weitere 5000 Euro gezahlt, damit sie ihre Konzepte überarbeiten – insbesondere hinsichtlich der Tragwerksplanung und des Brandschutzes.

Ganze Latte verschiedener Faktoren spielt wichtige Rolle

Während einer gemeinsamen Sitzung des Schul-, Sport- und Kultur- sowie des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses hatten der Drittplatzierte Stefan Rapp (Ulm), die Rohling-AG als zweiter Preisträger sowie Georg Bathe und Eva Reber als Sieger die Gelegenheit, erneut um die Gunst der Fraktionen zu werben. Dass es dabei längst nicht nur auf die Optik und die Funktionalität ankommt, erläuterte im Anschluss der von der Stadt beauftragte Baukostenmanager Wolfgang Benesch. Da kommt es zum einen auf die Belichtung des Gebäudes an, zum anderen auf die Kosten für Heizung oder Fensterreinigung, auf die Länge der Bauzeit und die Auswirkungen auf den Schulbetrieb. So werden sich die Fraktionen jetzt nicht allein mit der Frage beschäftigen müssen, ob sie nun vier oder fünf Millionen Euro in das Gymnasium investieren wollen. Vielmehr gibt es eine ganze Latte weiterer Faktoren, die mit in die Überlegungen einbezogen werden müssen.

„Wir sollten es uns nicht einfacher machen als nötig“

 „Wir haben wohl kaum eine Maßnahme so intensiv diskutiert wie diese“, sagte Bürgermeister Paul Hermreck (CDU) während der Sitzung. „Gut Ding will Weile haben“, hieß der Leitspruch mit Blick auf das Schulzentrum. „Wir sollten es uns nicht einfacher machen als nötig“, warnte der Verwaltungschef vor Schnellschüssen. Und die Schule selbst? Rektor Max Bracht und seine Kollegen haben ihren Favoriten bereits auserkoren. Mehr verraten sie aber nicht. Nur so viel: „Die Frage, welche Baumaßnahme am schnellsten erledigt ist, ist für uns nicht entscheidend.“

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