Kathrina Fleiter ist bereit für Afrika
Noch vereint: Am 3. September aber lassen (v.l.) Bärbel und Dieter Fleiter ihre Tochter Katharina ziehen. Die 19-Jährige wird in Burkina Faso einen einjährigen Freiwilligendienst antreten. 

So möchte sie Kindern und Jugendlichen während eines einjährigen Volontariats in dem westafrikanischen Land helfen, verbesserte Bildungs- und damit Ausbildungschancen zu erhalten. Natürlich ist Katharina Fleiter nicht so naiv zu denken, sie könne die Welt verändern. „Ich möchte den jungen Leuten in Burkina Faso aber einiges mitgeben“, sagt sie, weil sie weiß, dass beispielsweise die Analphabetenrate in dem Land bei mehr als 70 Prozent liegt.

Wie wichtig eine gute Bildung ist, hat sie nicht nur während ihrer Schulzeit am Evangelisch Stiftischen Gymnasium in Gütersloh erlebt, sondern auch bei einem Schüleraustausch im US-Bundesstaat Oregon.

 Am 3. September fliegt Katharina nun nach Afrika. Ihr Wirkungsort wird das „Lycée Philippe Zinda Kabore“ in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sein, in der 1,4 Millionen Menschen leben. „Zurzeit wird diese Schule von rund 3000 Schülern besucht, die von etwa 300 Lehrkräften unterrichtet werden“, kennt Katharina schon einige Fakten ihrer Schule.

Die junge Verlerin wird unterstützend unter anderem im Deutschunterricht sein, der ab der elften Klasse als zweite Fremdsprache angeboten wird. „Zu meinen Aufgaben werden darüber hinaus die Organisation eines Deutsch-Klubs, die Vorbereitung von kulturellen Veranstaltungen, die Mitwirkung bei der Nachmittags- und Freizeitgestaltung sowie Sekretariatstätigkeiten gehören“, berichtet die 19-Jährige, während etwas Ungewissheit mitschwingen. Denn die von ihren Eltern Bärbel und Dieter Fleiter sowie von ihren Brüdern Mario und Philipp „Kathi“ genannte junge Frau wird erst vor Ort Genaueres erfahren „und dort eingesetzt werden, wo meine Stärken liegen“. Mit ihrer Lieblingsfremdsprache Französisch wird sie in Ouagadougou jedenfalls bestens zurecht kommen. Alles weitere werde sich fügen, ist sie überzeugt.

Und warum gerade Afrika? „Der Kontinent ist groß, weit und unbekannt für mich. Das hat mich gereizt“, sagt Katharina, die vom „Internationalen Bund“ in Kassel in mehreren Seminaren auf die Aufgabe in Burkina Faso vorbereitet worden ist. Organisatorisches und auch Impfungen gehörten dazu. „Das hat alles fast ein Jahr lang gedauert. So langsam will ich, dass es jetzt auch losgeht“, spürt die junge Frau eine gewisse Ungeduld.

Mehr zu diesem Thema auf der Seite Verl in der „Glocke“ am 18. August.

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