Kaunitz in Hand der Western-Pioniere

 Dazu gehören an diesem Wochenende zahllose chromglänzende Trucks, Westernshows, Line-Dance-Aktivitäten, Bullenreiten und Konzerte so bekannter Bands wie „Truck-Stop“. Es treten auf das Duo „Western Sunset“, „Lukes Luk and Westerngirls“, Andreas Oscar, Cody, die „Shadow Creek Ramblers“, die „Churchtown Cowboys“ und viele mehr. Als Besonderheit sollen am Sonntag ein Trucker- und ein Westernpaar getraut werden. Mit viel Freude bei der Sache ist auch Dieter Maier. „Indianer, das mache ich schon mehr als 40 Jahre“, sagt er. Zum fünften Mal ist der gesellige Mann aus Melle beim Truck-Treff in Kaunitz zu Gast. Indianer zu sein ist für ihn nicht irgendein Schauspiel. „Indianer zu sein, praktiziere ich als Lebenseinstellung“, betont Maier, der einst vier Jahre in einem Indianer-Reservat in den USA gelebt hat.

Der Trapper aus der Zeitmaschine

 Mit freiem Oberkörper steht er vor dem Trapperzelt nebenan, das Dirk Bohr gehört, und rührt mit der Kelle im köchelnden Eintopf. Bohr tritt in Kaunitz als Mountain-Man und Trapper „Joshua Elias Maxwell“ in Erscheinung. Maier und Bohr sind gestandene Männer und gehören einem Tross von rund 50 Menschen an, die sich zur Interessengemeinschaft „Reenactors“ zusammengeschlossen haben. „Quasi vom Neugeborenen bis zum Greis“ sind alle Altersgruppen vertreten. „Wir wollen in stilechtem Outfit die Geschichte erzählen, wie sie sich im 19. Jahrhundert in Amerika zugetragen hat“, verrät Dirk Bohr. „Dabei“, sagt Dieter Maier, „wollen wir so nah wie möglich an 100 Prozent Authentizität herankommen“. Der Freundeskreis ihres gelebten Kults werde immer größer, erzählen die zwei „Zeitreisenden“. Da sei der Truck-Treff stets eine wunderbare Gelegenheit, Gleichgesinnte kennenzulernen und alte Bekannte wiederzutreffen.

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