Kaunitzer Puch-Mofa-Fans siegen in Espeln
Bild: Steinecke
Puchisten gegen Kärcherprofis: Puch-Mofa-Fans waren am Samstag in Hövelhof-Espeln unter sich.
Bild: Steinecke

Sie hatten die meisten Runden auf dem 930-Meter-Kurs gefahren und dürfen sich Gesamtsieger nennen. Gestartet wurde in der offenen Klasse, in der nach Herzenslust getunt werden darf, und in der Klasse II mit moderatem Tuning. Neben den Puchisten waren noch zwei weitere Verler Renn-Teams im Fahrerfeld zu finden. „Die Kärcherprofis“ um Teamchef Erhard Sielhorst waren angetreten, um ihren Titel in der Klasse II zu verteidigen. Kurzentschlossen hatte sich auch Sascha Dickhut mit dem Team „Galabau“ angemeldet, nachdem kurzfristig noch ein Startplatz frei geworden war.

Espeln ist Kult. Zwischen 3000 und 5000 Zuschauer strömen jedes Jahr in den Ortsteil von Hövelhof. Um das Rennen zu organisieren, ist das halbe Dorf auf den Beinen. 300 Ehrenamtliche helfen dem 25-köpfigen Organisationsteam um Jörg Weikmann und Martin Hegemann.

Weil stets alle Startplätze vergeben waren, musste die Galabau-Mannschaft aus Verl lange auf ihr Debüt warten. In diesem Jahr klappte es dann überraschend. „Bis vor drei Wochen hatten wir noch gar kein Mofa“, sagt Sascha Dickhut. In seinem reichhaltigen Fundus fand sich aber genügend Material, um einen konkurrenzfähigen Renner zusammenzubauen.

Der zog dann auch zufrieden kreischend seine Runden. „Etwas langsam, aber das liegt an meinem Gewicht“, erklärte Ferid Mefrouche, einer der Fahrer, lachend. Mit 140 Runden und Platz 16 legten die Verler eine gelungene Premiere auf den Acker.

Ganz vorn angreifen wollten die Kaunitzer Puchisten um Teamchef Hagen Wendt. 2009 hatten sie mit 82 Stundenkilometern das schnellste Mofa gestellt. 2013 hatten sie den dritten Platz erreicht. Wendt kitzelt bis zu zehn PS aus dem Motor. An diesem Samstag beließ er es bei gut acht Pferdestärken. „Zu riskant“, sagte er in dem Wissen, dass in Espeln Stehvermögen gefragt ist.

Trotz einer im Training gebrochenen Kupplungsfeder hielt die Maschine. Auch das Team „Joachim“ mit Christian Herzberg als größtem Konkurrenten verwiesen die Kaunitzer Puchisten, die sich bereits nach einer halben Stunde zum ersten Mal an die Spitze geschoben hatten, auf die Plätze. Hagen Wendt weiß, dass für Espeln eine ordentliche Portion Verrücktheit nötig ist: „Wir haben hier alle einen Nagel im Kopf.“

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