Kinder heben ab in luftige Höhen
Bild: Steinecke
Wie es im Inneren des Cockpits aussieht, zeigte (v. l.) Pilotin Ulrike Steinmann Hanna (6) und Till (4) aus Sürenheide.
Bild: Steinecke

„Hier ist noch niemand traurig aus dem Flugzeug ausgestiegen“, weiß Pilot Frank Maser um den besonderen Wert der Rundflüge. Es geht darum, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Während die einen das Erlebnis still genießen, lassen die anderen ihrem Jubel freien Lauf.

14 Piloten machen mit

Maser, der selbst Vater von fünf Kindern ist und zum zwölften Mal als Pilot mit von der Partie ist, kennt die Bandbreite der Emotionen. In seiner zweimotorigen Piper Navajo ist Platz für acht Personen. Insgesamt stellten sich 14 Piloten des Luftsportvereins Bielefeld-Gütersloh zur Verfügung. Darunter auch Frank Lütke und Joachim Wigro, die von Anfang an dabei sind.

Ganz schön aufregend: Für den zehnjährigen Ayhan ging es mit Pilot Frank Maser und dem neunjährigen Luca beim Kinderflugtag in luftige Höhen.

Eingeladen waren Jungen und Mädchen aus umliegenden Einrichtungen, die sich um Kinder mit einer Behinderung kümmern. Darunter auch die Kita Kleine Strolche aus Kaunitz und die vom Deutschen Roten Kreuz Verl. Nach einem zufriedenen Blick Richtung Horizont erklärt Maser: „Prima Flugwetter. An solchen Tagen meint es der liebe Gott immer gut mit uns.“

Kinder dürfen Wünsche äußern

Organisiert wird die Veranstaltung vom Verler Gerd Hirschberg, der sich auch um die Sponsoren kümmert. So stellt die Volksbank-Stiftung auch in diesem Jahr 3000 Euro zur Verfügung. Maser: „Gerd Hirschberg investiert viel Zeit und Herzblut in die Sache. Deshalb helfen wir gern.“

10 bis 15 Minuten dauert der Ausflug. Häufig geht es Richtung Verl oder Gütersloh. Aber auch Rietberg wird angeflogen. Grundsätzlich ist nichts vorgegeben. „Ich bin da flexibel“, sagt Maser. Er frage die Kinder, wohin es gehen soll. Oft laute der Wunsch: an den Wohnort. Einmal das eigene Zuhause von oben betrachten – ein unbezahlbares Erlebnis.

Vorfreude und Ungeduld

„Machen wir immer wieder gern“, sagt Joachim Wigro. Gemeint ist aber nicht nur das Erfüllen von Kinderwünschen, sondern auch der Einsatz als Lufttaxi. Langsam, aber sicher steigt die Spannung. Luca (9) kann es kaum erwarten. Nach dem Fototermin fragt er mit großen Augen: „Geht es jetzt los?“ Etwas Geduld braucht er jedoch noch. Für kurz vor 15 Uhr sind die ersten Starts geplant.

Zeit, um sich schon einmal die Maschinen anzuschauen. Till (4) und Hanna (6) aus Sürenheide lassen sich von Pilotin Ulrike Steinmann schon einmal das Cockpit der kleinen Piper erklären. Die Wartezeit, bis das nächste Flugzeug startet, überbrücken die Klinik-Clowns Mütze und Lakritze.

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