Laienspielschar Kaunitz in Bestform
Bild: Daub
Ein spießiger Buchhalter mitten im Chaos: Vermieterin Maria Schmitzke (Mitte: Martina Höwelkröger) und Gast Katrin Niedlich (Jutta Junker) verstehen nicht, dass sich Siegfried Klein (Klaus Bokel) in seiner Wohnung plötzlich nicht mehr wohl fühlt.
Bild: Daub

Allen voran: Klaus Bokel in der Paraderolle des peniblen, spießigen und doch so liebenswerten Lohnbuchhalters Siegfried Klein. Schauplatz des ausufernden Geschehens: Siggis biederes Wohnzimmer, in dem sich nicht nur seine Schwester Rita (Stefanie Kläsener in bester Burschikosität), die zickige Nachbarin Emilie Kiekenbusch (Lisa Bokel) mit dem Gummibaum-Spleen und die zimperliche Vermieterin (Martina Höwelkröger) die Klinke in die Hand geben.

Auch zwei Installateurinnen (Jennifer Strebinger und Elke Bokel) jagen dem frauenscheuen Junggesellen einen Dauerschrecken ein. Noch schlimmer geht es wohl nicht, oder doch? Der schwesterliche Befehl, dass sich Ritas beste Freundin Katrin Niedlich (umwerfend: Jutta Junker) kurzfristig in der Wohnung einquartieren darf und als erste Amtshandlung ein Vollbad nimmt, bringt das Leben des Hagestolzes in eine leicht vorhersehbare Superschieflage.

So also wird Siggis einst gemütliches, vom Duft des Kamillentees geschwängertes trautes Heim zum Chaos-Tummelplatz der merkwürdigsten Zeitgenossen. Dass die aktionsreiche Handlung jede Menge herrliche Gags bietet, setzt der Komödie von Hans Schimmel die Lichter auf. Vor allem aber verdient die Gemeinschaftsleistung des Ensembles eine Rakete. So muss Dorftheater sein!

Den ausführlichen Bericht mit Hintergründen über Premierenbesuch aus Annaburg und die letzte Rolle des Klaus Bokel lesen Sie in der „Glocke“ vom Montag, 22. Februar!

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