Luft-Show so spannend wie ein Krimi

 Es war die letzte Veranstaltung dieser Art auf Hövelhofer Gebiet. Denn: Nach Ablauf des Pachtvertrags wollen die Heideflieger nach Verl umsiedeln. Es war spannend wie ein Krimi. Mehr als einmal hielten die Zuschauer, deren Blick gen Himmel gerichtet war, die Luft an. Während ihrer diesjährigen Heideflieger-Air-Show legten die Modellpiloten, die zu 90 Prozent aus Verl kommen, am Samstag und Sonntag auf dem Flugplatz an der Koldingsheide atemberaubende Kunststücke hin. „Die Flugzeuge fliegen nur so gut, wie ihr Pilot sie steuert“, sagte der Moderator Ulrich Wax.

Strenge Bestimmungen und Richtlinien

Was spielerisch aussah, war echte Präzisionsarbeit. Gestartet wurde immer mit Gegenwind. Und das war am vergangenen Wochenende auf Grund des starken Windaufkommens aus allen Richtungen mit unberechenbaren Stärken zwischen vier und sechs gar nicht so einfach. „Sehr grenzwertig“, sagten die Profis. Und oftmals ging ihr Adrenalin-Spiegel enorm nach oben, wenn eine Böe die leichten Flugmodelle erwischte. Die erlaubte Flughöhe auf dem Flugplatz betrug 300 Meter. Die Modelle könnten wesentlich höher fliegen. Bis zu etwa 1500 Höhe kann man erreichen. „Aber auf dem Gelände gilt es, die strengen Bestimmungen und Richtlinien einzuhalten“, betonte Markus Rempe, der Sicherheitsbeauftragte des Vereins. Bis zu drei Kilometer Reichweite habe die Fernbedienung dieser Modelle. Mit Argusaugen überwachte er gemeinsam mit Kollegen das Geschehen auf dem Flugplatz. Niemand außer den Modellpiloten durfte die Start- und Landebahn während der Vorführungen betreten. Hunderte von Gästen ließen sich das Geschehen am Wochenende nicht entgehen und bestaunten die teilweise ausgefallenen Exemplare, die mehrfach bis zum Himmel und zurück düsten.

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