Man kennt sich, man hilft sich
Bild: Steinecke
Führen die Dorfgemeinschaft im Jubiläumsjahr: (v. l.) Schriftführer Konrad Balsliemke, die Vorsitzende Hedwig Masjosthusmann, der zweite Vorsitzende Michael Vorholt und die Geschäftsführerin Gertrud Buschmann.
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„Die Dorfgemeinschaft wird auch heute noch gut wahrgenommen“, erklärt die Vorsitzende Hedwig Masjosthusmann. Es seien nicht nur die Feste wie das Maibaumaufstellen und der Weihnachtsmarkt oder Aktionen wie das jährliche Müllsammeln, die den Verein im Bewusstsein der Bevölkerung wachhalten würden.

Auch die Kooperation mit den Kindergärten und der Grundschule sorge dafür, dass neu zugezogene Familien schnell Anschluss zu der Dorfgemeinschaft suchten. Für Hedwig Masjosthusmann funktioniert das Angebot des Vereins. Das zeige sich auch in der Zusammenarbeit mit den anderen elf Vereinen im Ortsteil. Als Beispiel nennt die Vorsitzende die Gemeinschaft Libelle, die sich für die Integration ausländischer Mitbürger einsetzt. So hilft die Dorfgemeinschaft beim Sommerfest der Libelle. Und die Libelle betreibt einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Man kennt sich und man hilft sich.

Auf den Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft erklären sich immer wieder Leute zur Mitarbeit bereit. Trotzdem sagt Hedwig Masjosthusmann im Gespräch mit der „Glocke“: „Es wird immer schwieriger, neue Leute zu finden.“ Die wenigen Teilnehmer an der Müllsammelaktion im März seien allerdings dem schlechten Wetter geschuldet gewesen. Gerade dort sei ein Engagement richtig. Hedwig Masjosthusmann: „Man hat die Verantwortung für seinen Ort und kann das nicht auf die Gemeinde abladen.“

Auch Gertrud Buschmann weiß, wofür der Aufwand lohnt. Der Geschäftsführerin ist es wichtig, dass die Traditionen hochgehalten werden. So wie beim St.-Martins-Umzug oder Osterfeuer. „Allein für die leuchtenden Kinderaugen lohnt sich das“, sagt Schriftführer Konrad Balsliemke.

Schwierig sei es jedoch, junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren einzubinden. Denen sind die Dorfgemeinschaft und der Bürgertreff schlicht zu uncool. Das weiß auch der Vorstand. „Alle Altersgruppen zu erreichen, könnten wir gar nicht leisten“, erklärt Konrad Balsliemke.

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