Mauerreste verzögern Arbeit im Zentrum
Bild: Ackfeld
Die Umlegung der Versorgungsleitungen im gesamten Bauabschnitt zwischen Österwieher Straße und Poststraße wird bis Ende nächster Woche abgeschlossen. Die Auskofferungsarbeiten für die Seitenbereiche laufen zurzeit auf Hochtouren.
Bild: Ackfeld

Zumindest die Fahrbahn und große Teile der Bürgersteige sollen bis Ende Mai fertig werden, wie der Fachbereichsleiter Tiefbau, Bernd Meißner, am Donnerstag im Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss erklärte. Ende April soll die Fahrbahn zwischen Österwieher Straße und Poststraße asphaltiert werden. Solange soll auch die Baustellenampel in Betrieb bleiben. Anfang Mai könnte der im Zentrum geplante Mittelstreifen angelegt werden. Er soll optisch die beiden Fahrspuren trennen. Nicht fertig wird wohl der Parkplatz am Anger. Auch die Arbeiten auf der dem Rathaus gegenüberliegenden Seite gestalten sich schwierig. „Ich hoffe, dass wir den Platz vor dem Standesamt fertig bekommen“, sagte Bernd Meißner. Der Vorplatz ist in den vergangenen Tagen entkernt worden. Sobald die letzten Betonreste entfernt sind, geht es mit der Neugestaltung des Platzes weiter. Vorgesehen sind dort unter anderem eine Treppenanlage und eine Hochzeitsbank. Auch ob der Gehsteig gegenüber dem Rathaus fertig wird, sei noch fraglich. Immer wieder erleben die Baufirmen bei den Arbeiten Überraschungen. In der vergangenen Woche war unter der Straße ein ganzer Keller entdeckt worden. Mauerreste in anderen Bereichen sind keine Seltenheit. „Solche Sachen müssen heraus, damit die Standfestigkeit nicht gefährdet ist“, sagte der Fachbereichsleiter. Das sei mit Aufwand verbunden, so Meißner. Im Bereich des Angers habe man mehrere Versorgungsleitungen gefunden, die man nicht habe zuordnen können. „Wir sind immer wieder überrascht, was für Leitungen wir finden“, so Meißner. Nicht zu rütteln ist an den Laternen, die zwischen den Abzweigen Meierhof und Finkenweg mitten auf dem Gehweg stehen. „Ich sehe das als eine Gefährdung. Welche Gründe sprechen zwingend dafür?“, fragte Egbert Daum von den Grünen. Die Antwort der Verwaltung ist einfach: die Pläne, die der Rat seinerzeit beschlossen hat. Eigentlich sollten entlang der Gütersloher Straße zwischen den Laternen auch Bäume auf einer Linie gepflanzt werden. Das sei aber nicht möglich gewesen, weil sonst mit hohem Aufwand die Versorgungsleitungen hätten versetzt werden müssen, so Bernd Meißner. Deshalb seien keine Bäume gepflanzt worden. „Es ist müßig. Die Frage hätte man vorher stellen müssen“, sagte der Erste Beigeordnete Heribert Schönauer mit Blick auf die im Rat beschlossen Pläne des Kölner Büros Club L 94.

SOCIAL BOOKMARKS