Mit Automatisierungstechnik an die Weltspitze
Bild: Munkelt
Erläuterung: Firmenchef Hans Beckhoff (links) und NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger beim Rundgang.
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Das Unternehmen mit Zentralsitz an der Eiserstraße hat seinen Umsatz in den vergangenen zehn Jahren auf rund 346 Millionen Euro mehr als verfünffacht, hat 1950 Mitarbeiter sowie 60 Vertretungen weltweit. Beckhoff Automation entwickelt und fertigt Produkte auf der Grundlage computerbasierter Steuerungstechnik, etwa für Windkraftanlagen, Bühnentechnik und Gebäudeautomatisierung.

Auch für den Flugzeugbauingenieur und Lehrer Harry Voigtsberger ein technisch anspruchsvolles Feld. „Sie programmieren nicht nur die Software, sondern produzieren auch die Komponenten für die Anlagen?“, fragte er beim kurzen Rundgang. „Davon leben wir“, bekräftigte Firmeninhaber Hans Beckhoff und lotste den Gast zu einem Platz, an dem Mitarbeiter Schaltschränke zusammenbauen, bestücken und verdrahten.

Ein Fünftel aller Arbeitsplätze in Verl in der Automationstechnik

Die Automatisierungstechnik spiele in Verl eine bedeutende Rolle, klärte Hans Beckhoff den Minister auf und belegte das mit beeindruckenden Zahlen: Allein gut ein halbes Dutzend Unternehmen seien ausschließlich in diesem Bereich tätig. Mit 2440 Arbeitsplätzen böten diese Firmen 21 Prozent aller Jobs in Verl an. Diese Stärke wollten rund 150 Unternehmen, Hochschulen und Initiativen in Ostwestfalen-Lippe bündeln.

Deshalb habe man sich gemeinsam beim Bundesforschungsministerium darum beworben, Spitzencluster im Bereich der Intelligenten Technischen Systeme zu werden. Bei Erfolg würden zukunftsweisende Projekte der Firmen über fünf Jahre mit Millionen Euro gefördert.

OWL: „Ausgesprochen gute Chancen“

Harry Voigtsberger attestierte OWL „ausgesprochen gute Chancen“, denn die Region sei „Innovationstreiber“ und biete einen Querschnitt der Branchenvielfalt. Er wolle dem Antrag in Berlin Rückenwind verschaffen, sicherte er in Verl zu.

Im Gespräch über die Lage der Weltwirtschaft und negative Zahlen aus den USA warnte der Minister vor Zurückhaltung bei Investitionen: „Das wäre fatal.“ Deutsche Unternehmen sollten sich nicht irritieren lassen.

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