Mit Kind und Kegel zum Volkswandertag
Bild: Tschackert
150 Teilnehmer verzeichnete der Volkswandertag des TV Verl.
Bild: Tschackert

Vier, sechs und zehn Kilometer lange Strecken werden vom Bürgertreff Hühnerstall in Bornholte aus in Angriff genommen. „Ich wäre gern mitgelaufen, aber ich wandere heute von Wahllokal zu Wahllokal“, sagte Bürgermeister Michael Esken (CDU), der als Wahlleiter unterwegs war und die einzelnen Wahllokale abklappern musste. Als der Bürgermeister noch auf seiner Tour unterwegs war, trudelten nach vier Kilometern die ersten Wanderer schon wieder am Hühnerstall ein.

Hauptsächlich Familien und Senioren waren auf Schusters Rappen Richtung und durch den Holter Wald unterwegs. „Das sind heute perfekte Wanderbedingungen“, fand Organisator Klaus Kuhlmeyer. Gerhard Schröder aus Rietberg stimmte ihm zu. Seine Frau Sabine Schmidt war auf die Idee gekommen, beim Volkswandertag mitzugehen. „Ich kam auf dem Weg zur Arbeit immer an dem Plakat vorbei und dachte mir, da könnten wir eigentlich mitmachen“, erklärte sie. Gesagt, getan: Mit Sohn Liam nahmen sie die mit zehn Kilometern längste Schleife in Angriff.

Ruhiger ließen es die Wemhöners angehen. Immerhin hatten Dirk und Christiane mit Sohnemann Jan einen Vierjährigen dabei. Der war aber mit einem Laufrad ausgestattet und düste auf der grün ausgeschilderten vier Kilometer langen Strecke auch gleich los. „Der Volkswandertag ist immer eine schöne Abwechslung“, sagte Christiane Wemhöner. Sie und ihre Familie wandern in der Freizeit gern und waren auch beim Familien-Wanderwochenende des Droste-Hauses vor 14 Tagen mit von der Partie.

Klaus Kuhlmeyer bedauerte, dass dieses Mal keine einzige Wandergruppe dabei war. „Im vergangenen Jahr waren so wenige Gruppen am Start, dass eine dreiköpfige Familie den Pokal gewonnen hat“, berichtete er und fuhr bedauernd fort: „Deshalb haben wir es dieses Jahr einfach seingelassen.“

Kuhlmeyer hatte den Volkswandertag des Turnvereins bereits das siebte Mal auf die Beine stellt. Eigentlich wird ein Startgeld von zwei Euro fällig. Das zahlt aber nicht jeder. Mancher scheint es als freiwilligen Beitrag anzusehen. Dem Veranstalter entstehen indes Kosten. Zum Beispiel für die Erbsensuppe: 60 Liter hatte der Bürgerverein Bornholte für die ankommenden Wanderer dieses Jahr gekocht.

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