Mit Sprachkursus aus Endlosschleife
Bild: Ackfeld
Rund 16.000 Euro kostet der Sprachkursus, der in der Bonhoefferschule in Verl stattfindet und weiterführt als die bisherigen Angebote. Das Geld stellt die Kirche zur Verfügung. Das Bild zeigt die deutsch lernenden Asylbewerber sowie in der Mitte (v. l.) Pfarrer Hermann-Josef Hölscher, Britta Lechte, Marzena Kerkströer und Arthur Springfeld.
Bild: Ackfeld

Nach dem Abschluss sollen die Teilnehmer in der Lage sein, „im Alltag gut zurecht zu kommen“, wie Springfeld betont. Mehr als 16.000 Euro kostet die Maßnahme. Finanziert wird sie zu 90 Prozent vom Erzbistum Paderborn, den Rest trägt die katholische Kirchengemeinde in Verl. Vorgesehen sind in Deutschland diese Kurse, die den Integrationskursen gleichen, eigentlich erst, wenn der Flüchtling ein Bleiberecht erhalten hat. Dann besteht auch die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Das wiederum ist schwer, wenn die Deutschkenntnisse noch rudimentär sind. „Es ist eine Endlosschleife“, sagt Pfarrer Hermann-Josef Hölscher. Mit dem von der Kirche finanzierten Kursus soll der Kreis durchbrochen werden.

Die Asylbewerber werden fit gemacht. „Sie sind in der Lage, kurze Briefe zu schreiben, Texte zu verstehen und sich zu verständigen“, sagt Britta Lechte, Leiterin des Fachbereichs Sprache bei der Volkshochschule (VHS). Die Bildungseinrichtung führt das Seminar durch. Insgesamt 600 Unterrichtsstunden sind es bis April 2016. „Wir achten darauf, dass alle regelmäßig teilnehmen“, sagt Pfarrer Hölscher.

Und so sitzen Menschen aus der Mongolei, Eritrea, Syrien, dem Iran, Russland, Somalia und Kirgisistan in der ehemaligen Bonhoefferschule zusammen und pauken unter der Aufsicht von Marzena Kerkströer. Sie haben in ihren Heimatländern als Apotheker oder Psychologen gearbeitet. Sie haben Abitur, teilweise aber auch nur eine vier Jahre dauernde Schulbildung genossen. „Die Gruppe ist sehr heterogen“, sagt Marzena Kerkströer.

Fahrräder gesucht

Diakon Arthur Springfeld kümmert sich um die Asylbewerber in Verl. Zum Beispiel hilft er, dass es ausreichend Fortbewegungsmittel gibt. Nun ruft er erneut dazu auf, gebrauchte und nicht mehr benötigte Fahrräder zu spenden. Da die Zahl der Asylbewerber steige, würden weitere Fahrräder benötigt, so Springfeld. Wer ein Rad spenden will, sollte es entweder direkt bei Fahrrad Krax an der Österwieher Straße angeben oder sich bei Arthur Springfeld, 05246/ 6964, melden.

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