Mit dem Rollstuhl bis unter die Decke
Nichts für schwache Nerven: Für Michael geht es im Rollstuhl unter die Hallendecke. Peter Klaus passt auf, dass nichts passiert.

Die ersten beiden Veranstaltungen hatten in der Gütersloher Janusz-Korczak-Gesamtschule stattgefunden. 30 Helfer waren am Sonntag im Einsatz. Rund die Hälfte davon stellte der gastgebende Verein. „Manche schimpfen ja immer auf die Jugend. Aber man sieht hier, dass die Sportjugend eine tolle Truppe ist“, sagte Hansi Feuß, Vorsitzender des Kreissportbundes. Doch es sollte nicht der Tag der Reden werden, sondern der des Machens, wie Feuß treffend bemerkte.

Die 24 Absolventen des letzten Gruppenhelferkurses engagierten sich für den Trendsporttag. Zur Eröffnung hatten sie sich im Rahmen ihrer Ausbildung das Spiel ausgedacht bei dem Kunststoffbecher als Taktinstrumente zur Musik benutzt wurden. Anschließend war der Weg frei, um nach Herzenslust die verschiedenen Sportarten auszuprobieren. Zum Beispiel Kopfballtischtennis. Headis heißt das auf Neudeutsch. An der Platte hat ja bereits Moderator Stefan Raab mehr oder weniger geglänzt. Passend zum integrativen Motto war Kin-Ball im Angebot. Dabei handelt es sich um eine kooperatives Mannschaftsspiel, bei dem mit einem riesigen Luftball gespielt wird. Die Teilnehmer konnten auch ausprobieren, wie es sich anfühlt, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein.

Werner Nöllendorf und Anne Patzwald erklärten die Grundlagen und wie Rollstuhlbasketball funktioniert. Ein besonderes Erlebnis wartete auf die Beteiligten in dem kleinen Kletterpark. Dort konnten sie sich mit dem Fortbewegungsmittel aus eigener Kraft in luftige Höhe bis unter die Decke der Sporthalle hieven.

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