Mit einem Luftsprung ins Königsglück
Bild: Steinecke
100 Prozent echte Freude: Heike Fromme bejubelt zusammen mit ihrem Partner Bernhard Kowalski den Königsschuss. Sie regieren die Schützengilde St. Hubertus.
Bild: Steinecke

Außer Anne Feldotte und Bernhard Kowalski schossen auch noch Manuela Pollmeier und Tobias Lükewille, der sich mit dem 271. Schuss bereits den rechten Flügel gesichert hatte, um den Titel mit. Trotz der zahlreichen Hasi-Hasi-Rufe verabschiedete sich Ex-Jungschützenkönig Sascha Großeschallau, der ebenfalls als Anwärter gehandelt wurde, aus dem Kreis der Kontrahenten.

„Es war ein sportlicher Wettkampf. Das hat Spaß gemacht“, sagte Kowalski, der auch Vorsitzender des Verler Schalke-Fanclubs ist, nach seinem Triumph. „Danke dir“, sagte Bernhard Kowalsi nach seinem finalen Schuss. Der Dank richtete sich an Markus Busche, der zusammen mit Andre und Christian Pelkmann die Aufsicht am Schießstand führte.

Diese Aufgabe fängt beim Aufpassen, dass niemand Unbefugtes den Schießstand betritt, an. Und sie hört beim sorgfältigen Zählen der Munition noch lange nicht auf. „Ein klein wenig Beratung gehört immer dazu“, erklärte Christian Pelkmann. Mit prüfendem Blick sagte Markus Busche den Schützen immer wieder, wo der Schuss hingehen muss, um die begehrte Trophäe zu erhalten.

Doch was nützt der gute Rat, wenn die Kugel ihr Ziel verfehlt oder andere Umstände ein besseres Ergebnis verhindern. „Das Holz hat ein Eigenleben. Man weiß nie, wo ein Ast sitzt“, erzählte Christian Pelkmann. Außerdem hängt es davon ab, wie gut Adlerbauer Simon Rehpöhler die verschieden Holzschichten miteinander verleimt hat. Da kommt es schon mal vor, dass beinahe das komplette Deckblatt des Federviehs abgespalten wird.

So wie bei Andreas Pollmeier, der leicht erschrocken dreinblickte, als ein dickes Teil des Vogels zu Boden ging. Dabei sah das Tier noch richtig stabil aus. Zumindest von vorn. Von der Seite aus betrachtet, war jedoch zu sehen, dass sich bereits ein dicker Riss gebildet hatte. Doch irgendwann ist es auch für den Laien sichtbar, dass die letzten Minuten des Adlers begonnen haben. „Wer jetzt noch mitschießt, der muss es wirklich wollen“, sagte Werner Hartkämper, der einen Blick für den Zustand des Adlers hat. Und kurze Zeit später segelte das Tier zu Boden.

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