Mobilitätsmanagerin erstellt Plan
Bild: Steinecke
Die neue Mobilitätsmanagerin der Stadt Verl, Andrea Willebrand, hat auf den Verkehrswegen bereits Positives bemerkt, aber auch einigen Verbesserungsbedarf – vor allem für Radfahrer – notiert.
Bild: Steinecke

Offensichtlich hat die gebürtige Leipzigerin, die mit zehn Jahren nach Paderborn kam, Potenzial entdeckt. „Ich habe schon Schlimmeres gesehen“, schildert sie ihre ersten Eindrücke. Besonders die neugestaltete Ortsdurchfahrt habe sie beeindruckt. Mit ihren breiten Bürgersteigen biete die Straße eine hohe Aufenthaltsqualität. „Es hat mich überrascht, dass eine Stadt so viel für die Fußgänger tut“, sagt Andrea Willebrand.

Eindrücke hat sie auch während der ersten Arbeitstage gesammelt. Diese Zeit hat die verheiratete Mutter eines fünfjährigen Sohns genutzt und ist mit dem Dienstrad durch die Ölbachstadt geradelt. Dabei hat sie auch gleich gemerkt, wo es hakt. Unter anderem nämlich auch in der Ortsdurchfahrt. Radfahrer haben bekanntlich die Wahl, ob sie die Fahrbahn oder den kombinierten Rad-Gehweg benutzen.

Radler auf der Fahrbahn

 Anders als andere Radler in Verl nutzt Andrea Willbrand lieber die Fahrbahn. „Weil Radfahrer von den Autofahrern so viel besser wahrgenommen werden.“ Mit dem Ergebnis, dass sie hupend darauf hingewiesen wurde, den Radweg zu benutzen. „Die Wahlmöglichkeit ist noch nicht bei allen angekommen – auch nicht bei den Radfahrern.“

„Es muss hier noch einiges für die Radfahrer getan werden“, sagt die Bau-Ingenieurin. Unter anderem müssten auf den Fahrbahnen Markierungen als Sicherheitsstreifen für die Radler angelegt werden. Ein wichtiger Hinweis für die Stadt, die im Arbeitskreis fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) mitarbeiten möchte.

Grundsätzlich koordiniert Andrea Willbrand im Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt die verschiedenen Stellen in der Verwaltung, die sich mit Verkehr befassen. Unter anderem soll sie einen neuen Verkehrsentwicklungsplan erarbeiten. Der bestehende Plan wurde für 2008 bis 2020 aufgestellt. „In ihm wurde hauptsächlich der Autoverkehr betrachtet.“ In neuen Konzept soll unter anderem mehr Augenmerk auf den öffentlichen Nahverkehr gelegt werden. Für die Erstellung sollen die Bürger beteiligt werden. Rund zwei Jahre dauert die Entwicklung des neuen Verkehrsplans. Davon werden rund zehn Monate für die Beschreibung des Ist-Zustands benötigt.

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