Müllsammler in zwei Ortsteilen aktiv
Bild: Prignitz
Eine große Schar von Müllsammlern war in Sürenheide unterwegs.
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Mit Reinhard und Petra Michels war auch das Kaiserpaar der St.-Georg-Bruderschaft aktiv. Die Ausbeute: „Ein Wasserkocher im Graben, Baulampen, Treckerreifen, Bier- und Schnapsflaschen.“ Jedes Jahr ruft die Sürenheider Dorfgemeinschaft zur Müllsammelaktion auf.

Rund 50 Helfer haben sich diesmal beteiligt, darunter Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, der Gemeinschaft Libelle, des Schützenvereins und der Dorfgemeinschaft sowie etliche private Sammler. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Hedwig Masjosthusmann, fuhr den einzelnen Gruppen mit einem Korb voller Leckereien und einem Schnäpschen hinterher.

Zurück am Bürgertreff, wo die Helfer am Morgen mit einem Imbiss versorgt worden waren, tat sich das Ausmaß der eingesammelten Abfälle auf. In den von Firmen und der Feuerwehr zur Verfügung gestellten Treckern und Pritschenwagen stapelten sich ein Fahrrad, ein Computerbildschirm, Zimmertüren, Reifen, Zigarettenschachteln, Flaschenberge und vieles mehr.

Geliefert wurde der Müll zum städtischen Bauhof. Der hatte zuvor Utensilien wie Greifzangen, Sicherheitswesten, Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung gestellt.

Auch den Helfern, die sich am Alten Bahnhof in Kaunitz trafen. Vertreter der Feuerwehr, des Schützenvereins, des Boccia- und des Jedermänner-Sportvereins griffen zu Zange und Müllsack. Eine Müllsammelaktion hatte es „bestimmt seit fünf oder sechs Jahren“ nicht gegeben, sagte Hans Willi Maasjost. „Weil der Zuspruch nicht da war.“ In diesem Jahr habe man wieder „getrommelt“, ergänzte Hans Dieter Netenjakob. „Und die Leute sind da.“

28 Aktive machten sich für drei Stunden auf den Weg. Gut 15 volle Säcke kamen zusammen. Darin Ölkanister und Metallfedern und vor allem Dinge, „die die Leute schnell mal aus dem Autofenster werfen“, wie Netenjakob sagte – Essensverpackungen, Getränkedosen, Flaschen.

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