Nächstes Familienzentrum in Startlöchern
Die Ordner mit den Antragsunterlagen für die Anerkennung als Familienzentrum haben (v. l.) Maria Laustroer, Dorothea Schlegel und Andrea Diekhaus nach Berlin geschickt.

Nach einer positiven Entscheidung könnte der „Arche Noah“ und den „Kleinen Strolchen“ in Kaunitz sowie der Einrichtung St. Martin in Bornholte nach den Sommerferien gemeinsam das Qualitätssiegel „Familienzentrum“ von der Landesregierung verliehen werden. „Ich weiß nicht, wie oft wir diese Ordner zur Hand genommen haben“, sagt „Arche“-Leiterin Maria Lauströer. Mit Blick auf die dicken Akten ist sie froh darüber, diese Phase jetzt abzuschließen.

Ihre Kolleginnen Andrea Diekhaus vom Bornholter Kindergarten St. Martin und Dorothea Schlegel von den „Kleinen Strolche“ können ihr da nur zustimmen. Denn schwergewichtig sind die Ordner im doppelten Sinn. Zwischen den Aktendeckeln steckt viel Arbeit und Ideenreichtum: Angebote, Inhalte, Konzepte und Ziele, die die Teams der drei Einrichtungen entwickelt haben.

Die vom früheren NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) konzipierte Idee der Familienzentren hat sich eine „Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung zum Ziel gesetzt. Damit Eltern besser unterstützt werden, sollen die Tageseinrichtungen vor Ort als Familienzentrum ihre Angebote durch Kooperation untereinander und mit weiteren Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen besser bündeln und vernetzen. Um das zu gewährleisten, haben die drei Kindergärten durch eine „Sozialraumanalyse“ ermittelt, was die Familien vor Ort sich ganz konkret wünschen. „In einer Umfrage ging es darum, wo Bedarf besteht in Richtung Bildung, Beratung, Betreuung und Integration“, erläutert Dorothea Schlegel die Vorgehensweise: „So konnten wir herausfinden, wo die Interessen- und Bedarfsschwerpunkte liegen.“

Auf dieser Grundlage wurden dann weitere Partner ins Boot geholt: Das Droste-Haus, die Caritas und die Volkshochschule (VHS) bringen Kompetenzen etwa in den Bereichen Bildung und Sprache, Beratung und Erziehung sowie Tagespflege ein. Die Angebote des künftigen Familienzentrums richten sich an alle Verler, die Hilfe und Unterstützung benötigen – – und nicht nur für die Eltern der Kindergartenkinder. Bevor die Entscheidung fällt, steht ein Besuch einer Prüfungskommission an. „Aber auch da sind wir zuversichtlich“, fasst Andrea Diekhaus die Stimmung zusammen.

SOCIAL BOOKMARKS