Name kommt noch mal den Prüfstand
Bild: Darhoven
Probefahrt auf dem Senioren-Elektroscooter: Heribert Schönauer und Barbara Menne planen das Seniorenzentrum, der stellvertretende Bürgermeister Josef Dresselhaus ist mit im Boot.
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Einmal ist da der Arbeitstitel „Seniorenzentrum Alte Post“. „Wer ist überhaupt Senior?“, fragt Heribert Schönauer. Der heute 65-Jährige wird sich nicht so bezeichnen, viele 70-Jährige auch nicht. Und auch zahlreiche 80-Jährige werden sagen: Alt und damit Senior? Das bin ich noch nicht. Punkt Nummer zwei, der vielfach geäußert wurde: Projekte für mehrere Generationen sind ausdrücklich erwünscht, wenn in den Räumen der Post im kommenden Jahr ein Senioren-Treff eröffnet wird – unter welchen Namen auch immer.

Heribert Schönauer ist mehr als zufrieden mit dem Zuspruch, den das Projekt am Samstag erfahren hat. Viele Ideen wurden geäußert. Spiele- und Leseecken können sich viele ältere Semester ebenso vorstellen wie ein Repair-Café, in dem kleinere Schäden an Elektrogeräten behoben werden. Die Awo-Wichtel hätten bereits Interesse signalisiert, mitzumachen, erklärte Heribert Schönauer. Die Awo hat ein ähnliches Angebot schon. Auch das zeichnet sich nämlich ab: Für das Seniorenzentrum muss das Rad nicht neu erfunden werden. Viele schon bestehende Angebote könnten am Marktplatz gebündelt werden. Neue dürften hinzu kommen. Mehrere Vereine hätten Interesse signalisiert, Angebote dort zu machen, so Heribert Schönauer.

Wie geht es nun weiter? Die Stadt erfasst und bündelt sämtliche Ideen, die am Samstag im Rahmen der Messe 55 plus geäußert worden sind. Sie fließen in ein Konzept ein, das noch vor der Sommerpause der Politik vorgelegt werden soll. Vor allem die Mehrgenerationenprojekte findet Heribert Schönauer interessant. „Das wird noch eine spannende Diskussion, wie man das umsetzen kann“, sagte der Erste Beigeordnete. In der zweiten Jahreshälfte steht dann die Gründung eines Trägervereins für das Zentrum an. Die Stadt und das Deutsche Rote Kreuz sind wohl dabei, weitere haben am Samstag Interesse geäußert. Geklärt werden muss dann auch, wie die Senioren zum Marktplatz kommen. Diese Frage hätten Bürger aus den Ortsteilen aufgeworfen, so Heribert Schönauer. Eine Antwort darauf hat die Verwaltung (noch) nicht. Aber es ist ja auch noch Zeit: Erst Anfang nächsten Jahres soll mit dem Umbau der Post begonnen werden. Die Eröffnung ist im Frühjahr geplant.

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