Neubau neben dem Hotel Kauers
Um ein Boutique-Hotel wird das Kauers an der Wiedenbrücker Straße erweitert. Josef Cord-to-Krax (links) investiert als Inhaber der Immobilie in den Neubau. Walter Neitzel betreibt Hotel und Gaststätte seit zwölf Jahren. Und künftig auch die neuen Räume.

 „So begeistert war ich anfangs nicht. Das musste ich zunächst einmal sacken lassen“, sagt Josef Cord-to-Krax. Nicht nur der seltsame Name war ein Grund für seine Reserviertheit gewesen, sondern auch die Tatsache, dass die zwei Pächter vor Walter Neitzel das Kauers nur für einen kurzen Zeitraum betrieben hatten. „Aber mit Walter kann man so ein Projekt machen“, weiß der 47-Jährige mit Blick auf die beinahe zwölf Jahre, in denen Walter Neitzel das Kauers führt.

„Es läuft gut, sonst wären wir ja gar nicht auf die Idee mit der Erweiterung gekommen“, sagt Neitzel. Auch der jetzige Pächter konnte zunächst wenig mit dem Begriff Boutique-Hotel, den seine Tochter Miriam ins Spiel gebracht hatte, anfangen. Der 67-Jährige und seine Frau Ingrid waren jedoch schnell überzeugt. Klein und fein soll das inhabergeführte Haus sein.

Herausragendes Merkmal sind dabei die thematisch unterschiedlich gestalteten acht Doppelzimmer mit jeweils 23 Quadratmetern. Eingerichtet werden die von dem Pächter-Ehepaar selbst. Und ein erstes Konzept gibt es auch schon. Ein Zimmer soll im Industriestil gestaltet werden. Ein anderes eventuell in Anlehnung an den holländischen Maler Jan Vermeer, und für ein weiteres könnte der Maler Henri Matisse Pate stehen.

„Das Einrichten der Zimmer ist unser Hobby. Und wir möchten etwas anderes als Einheitsbrei bieten“, sagt Neitzel. Noch ist aber alles offen. Momentan werden die restlichen Klinkerarbeiten erledigt. Baubeginn war im Februar. Die Eröffnung soll im Herbst dieses Jahres erfolgen. Errichtet wird das Gebäude auf dem Gartenteil des Kauers, der früher einmal als Beachbar genutzt wurde.

Wieviel Geld investiert wird, möchte Josef Cord-to-Krax nicht verraten. „Wer schon selbst einmal gebaut hat, kann das ungefähr abschätzen“, sagt der Landwirt. Wichtig war ihm eine solide Bauweise – nach außen hin sichtbar in dem schmucken Klinker. Doch auch die inneren Werte zählen. Rollladen und dreifach verglaste Fenster sollen für Übernachtungsqualität sorgen. Den Blick ins Grüne gibt es gratis obendrauf. „Wir wollten hier etwas Ordentliches schaffen. Und eine gute Qualität zum vernünftigen Preis wird von den Leuten gesucht“, sagt Josef Cord-to-Krax.

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