Nobilia: Möbel für alle Wohnbereiche
Foto: Steinecke
Nach 75 Jahren läuft es für Nobilia richtig gut. Das Vorstandsteam mit (v. l.) Dr. Lars Bopf, Dr. Oliver Streit, Michael Klein und Frank Kramer entwickelt den Küchenhersteller immer mehr zum Anbieter von Möbeln für alle Wohnbereiche vom Ess- bis zum Schlafzimmer.
Foto: Steinecke

Zur Erklärung: Aus Nobilia Küchen müsste eigentlich Nobilia Möbel werden. Wie sich auf der Hausmesse zeigt, bietet das Sürenheider Unternehmen inzwischen Möbel für sämtliche Wohnbereiche an.

Von Schrankwand bis Ankleidezimmer

Deutlich wird das durch die große Schrankwand fürs Wohnzimmer. Zudem legt Nobilia in diesem Jahr zum ersten Mal unter dem Titel „Wohnwelten mit Charakter“ ein Wohnmagazin auf. Außer den Lösungen fürs Wohnzimmer sind darin auch welche fürs Schlaf- und Esszimmer dargestellt. Durch die Kooperation mit der Firma Raumplus und den Einsatz von Stollensystemen lassen sich nun unter anderem auch Ankleidezimmer realisieren. Und Wangen mit abgerundeten Kanten zeigen deutlich den wohnlichen Charakter.

Wir sind und bleiben der Spezialist für Küchen“, sagt Lars Bopf. Und weiter: „Beim Wohnen fangen wir jetzt erst einmal ganz langsam an.“ So wie bei den Badmöbeln? Lars Bopf lacht. Vor drei Jahren hat Nobilia die ersten Möbel in diesem Bereich präsentiert. Inzwischen ist daraus ein eigenständiges Programm erwachsen, das von den Küchen entkoppelt ist. Seit 2019 kümmert sich ein Produktmanager um diesen Bereich. 

31 Kojen mit Bad-Ideen

Auf der Hausmesse werden die Ideen in 31 Kojen präsentiert. Doch auch der Bereich Esszimmer wird immer weiter ausgebaut. Dort kommen sich wegen der häufig offenen Raumgestaltung Küche und Wohnen am nächsten. Aus diesem Grund präsentieren sich die Küchen auch immer wohnlicher, um so möglichst einen nahtlosen Übergang zu erreichen. Nebenbei bedient Nobilia auch noch die Ausstattung des Flurbereichs. Offensichtlich ein Erfolgsrezept. Wie Lars Bopf verrät, sind Mitbewerber inzwischen auch auf den Zug aufgesprungen.

Und hat die Corona-Krise Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. „Wir fahren auf Sicht“, antwortet Bopf ausweichend. Schließlich könne niemand voraussagen, wie Corona die weitere Entwicklung beeinflusse. Aber der Umsatz wird schon im Auge behalten? „Allgemein wird ja gesagt, dass die Endkunden weniger verreisen und mehr Geld für die eigenen vier Wände ausgeben. Von diesem Effekt profitieren wir auch“, sagt Bopf. Geholfen habe auch, dass Nobilia sich rechtzeitig Material gesichert habe, um produzieren zu können. Einzig die Besucherzahlen der Hausmesse sind um 60 Prozent gesunken. 2019 waren es rund 13 000.

Kaunitz-Pläne nicht vom Tisch

Und was macht die Erweiterung in Kaunitz? Alles beim Alten. Vom Tisch sind die Pläne noch nicht. Es werde daran gearbeitet. Dafür gehen die neuen Werke in Saarlouis und in Gütersloh am Hüttenbrink zu Beginn von 2021 an den Start.

SOCIAL BOOKMARKS