Outlet-Pläne: Verler bleiben gelassen
Die Nachbarkommune Rietberg plant, ein City-Outlet zu schaffen. Dem stehen die Verler gelassen gegenüber.

 Von der mindestens benötigten Verkaufsfläche von 9000 Quadratmetern hätten die Betreiber derzeit erst 7000 Quadratmeter akquiriert, berichtete Reinhard Illies beim Runden Tisch der Werbegemeinschaft im Deutschen Haus. Widerstand regte sich in Verl nicht. Von dem auf Massenkonsum und Konsumtourismus ausgerichteten City-Outlet will sich die Werbegemeinschaft Verl deutlich abgrenzen.

Als Einzelhandel mit kundenorientierter Fachberatung wollen sich die Gewerbetreibenden in Verl profilieren, so Reinhard Illies am Donnerstagabend. Ein Serviceplus seien die für den Autoverkehr günstigen Rahmenbedingen in der Stadt. Kostenfreies Parken für Kunden sei nach wie vor ein Entscheidungskriterium für den Standort Verl.

Außerdem wolle man die Umbauzeit in Rietberg gezielt nutzen, um Kunden an den Einzelhandelsstandort Verl zu binden. „Wir wissen, was eine Umbauzeit einer Innenstadt bedeutet und welche Belastungen für den Einzelhandel vor Ort mit einer Großbaustelle einhergehen“, betonte Jens Niederschulte. „Allein die Diskussion um das Outlet-City schadet dem Rietberger Einzelhandel aktuell“, so Reinhard Illies. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sei die Fluktuation von Geschäften, wie am Beispiel Bad Münstereifel deutlich werde.

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