Paten ersetzen das soziale Netzwerk
Bild: Ebbesmeyer
Das Angebot der Familienpaten des Droste-Hauses ist eine Erfolgsgeschichte. Daher werden nunmehr neue Helfer benötigt. Unser Bild zeigt (hinten v. l.) Projektbegleiterin Margret Lütkebohle vom Droste-Haus sowie die Familienpatinnen Behiye Shemunkasho und Maria Masjosthusmann mit (vorn v. l.) Stephanie Mc Loud, Yannik, Linus, Marie Sofie, Kevin Luca und Jamie.
Bild: Ebbesmeyer

 „Da fehlt oftmals eine Nachbarin“, sagt Margret Lütkebohle. Die Droste-Haus-Mitarbeiterin weiß Rat: „In solchen Situationen können unsere Paten helfen.“ Das Angebot der Familienpaten gibt es im Droste-Haus seit 2007. Margret Lütkebohle: „Hintergrund der Projektidee ist, dass wir Nachbarschaften in der Stadt initiieren können, um eine familienfreundliche Gesellschaft zu stärken“, sagt die zuständige Projektbegleiterin. „Wir möchten Raum geben, damit Menschen sich begegnen können“, ergänzt Droste-Haus-Mitarbeiterin Heike Rinke. Das Patenschaftsmodell richte sich vor allem an junge Familien, die aus unterschiedlichen Gründen Unterstützung wünschen.

Von den Familien kommt viel zurück

Auf der anderen Seite seien engagierte Verler als Paten im Einsatz, die Zeit und Lust haben, sich in ihrem jeweiligen Stadtteil einzusetzen. „Das Droste-Haus bringt beide Seiten als Partner zusammen“, betont Margret Lütkebohle. Das sind beispielsweise alleinerziehende Mütter mit Kindern, die Unternehmungen, Behördengänge oder praktische Arbeiten erledigen müssen, die die Hilfe eines Familienpaten benötigen. Dann kommen auf Wunsch Menschen wie Maria Masjosthusmann und Behiye Shemunkasho zum Einsatz, die einfach da sind, mit denen man reden kann, die sich mit den Kindern beschäftigen und sich in der Stadt auskennen. „Unsere Hilfe kommt direkt an. Da bekommen wir viel zurück von den Familien“, weiß Maria Masjosthusmann.

Ausbildung ist gewährleistet

Als Familienpate erhält man die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit der eigenen Lebenserfahrung einzubringen. Das Droste-Haus bildet die Paten aus. „Zurzeit sind unsere sieben Familienpaten in acht Familien im Einsatz“, beschreibt Margret Lütkebohle die Situation. Somit benötige man weitere Paten. Lütkebohle: „Es wäre schade, wenn wir Anfragen bekämen, könnten aber keinen Paten anbieten“, sagt sie weiter.

Neue Paten sind willkommen

Ansprechpartner im Droste-Haus sind Margret Lütkebohle und Heike Rinke. Sie organisieren auch die monatlichen Treffen der Familienpaten. Das nächste ist am Mittwoch, 30. März, von 19 bis 21 Uhr in der Einrichtung am Schillingsweg. „An diesem Abend sind neue Teilnehmer willkommen“, lädt Margret Lütkebohle ein. Der Abend dient dazu, mehr über die Aufgaben der Familienpaten zu erfahren.

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