Paukenschlag des Verler Musikvereins
Bild: Tschackert
Das Hauptorchester des Musikvereins Verl präsentierte bei den drei Jahreskonzerten im Pädagogischen Zentrum ein anspruchsvolles Programm.
Bild: Tschackert

 Musikalisch bestachen die drei Orchester vor allem mit viel Spielfreude. Witzig, unterhaltsam und musikalisch ansprechend war das, was das Haupt-, das Schüler- und das Jugendorchester dem Publikum zweieinhalb Stunden im Pädagogischen Zentrum präsentierten.

Überraschende Stücke

Auf dem Programm standen unter anderem überraschende Stücke wie Samba nach der Melodie von Pippi Langstrumpf, Disco-Pop der 1970er-Jahre, Blues-Brothers-Rock, Pavel Staneks „Die große Seefahrt 1492“ oder die Filmmusik aus „Das Boot“ von Klaus Doldinger.

Auch wenn der Auftakt der „Fanfare of the Common Man“ mit dem Pauken-Intro und reiner Blechbesetzung nicht den erhofften Aha-Effekt erzielte, zeigte das Erwachsenen-Orchester in seinen blauen Uniformen, wie sehr sich der Querschnitt seines Repertoires in den 15 Jahren, in denen Dietmar Kay die musikalische Leitung inne hat, erweitert hat.

Höherer Anspruch

Symphonische Stücke wie die große Seefahrt gehören zum musikalischen Selbstverständnis des Orchesters. Zwar fühlt sich das Orchester bei eingängigen Melodien wie dem Phil-Collins-Medley immer noch am wohlsten, aber der Anspruch ist mittlerweile ein anderer geworden.

Positive Entwicklung der Nachwuchsorchester 

Die Basis dafür legt seit 2012 Anatole Gomersall im Schüler- und Jugend-Orchester Verl. Seine Handschrift ist mittlerweile unverkennbar, ebenso wie die anhaltend positive Entwicklung beider Orchester. Wie groß die Fortschritte sind, hörte man bei den Schülern am deutlichsten heraus.

Auf den Punkt sind die Jüngsten von Beginn an konzentriert und belohnen sich mit einem tollen Auftritt: Angefangen mit „Three Meditations“ über das Abba-Musical-Medley „Mama Mia“ bis hin zum Hit „Shallow“. Die Spielfreude, die das Schülerorchester an den Tag legte, sprang bei der Zugabe mit dem Dschungelbuch-Klassiker „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ auch prompt auf die Zuschauer über, die rhythmisch mitklatschten.

Pop-Arrangement der 5. Symphonie

Der zweite Teil der Jahreskonzerte gehörte dem Jugendorchester mit einer fulminanten Eröffnung im Beethoven-Jahr: mit einem Pop-Arrangement der 5. Symphonie des Komponisten. Es folgte eine überragende „Blues-Brother Revue“, um dann auf den „Highway of Heroes“ abzubiegen, bei dem die Jugend von einem kleinen, aber fein besetzten Chor verstärkt wurde. Und auch mit dem „Midway Marsch“ von John Williams konnte das Jugendorchester punkten – ebenso wie mit „Crazy Tongues“ und „Movie Milestones“.

 Nach Hause entlassen wurde das Publikum mit dem launigen „Mambo Number Five“.

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